IG Metall droht Volkswagen mit massivem Arbeitskampf

Wolfsburg (Reuters) - Die IG Metall droht Volkswagen bei einem Festhalten an Werksschließungen mit erbitterter Gegenwehr.
"Sollte der Vorstand auf Maximalpositionen und Werksschließungen beharren, übernimmt er die Verantwortung dafür, dass wir in einen Arbeitskampf um Standorte laufen, wie ihn die Republik noch nicht erlebt hat", sagte Verhandlungsführer Thorsten Gröger am Mittwoch in Wolfsburg. Die Vorbereitungen dafür liefen. Die Friedenspflicht in dem Tarifkonflikt endet Ende November, Streiks sind ab dem 1. Dezember möglich.
Die dritte Verhandlungsrunde in dem Konflikt ist für Donnerstag geplant. Das Unternehmen fordert unter anderem eine Lohnkürzung um zehn Prozent. Die Gewerkschaft legte ihrerseits einen Vorschlag vor, mit dem die Arbeitskosten über verschiedene Maßnahmen reduziert werden sollen. Die Arbeitnehmervertreter sagten, der Vorschlag bringe einen Beitrag von ungefähr 1,5 Milliarden Euro.
(Bericht von Christina Amann, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter Berlin.Newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder Frankfurt.Newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)