Lindner: Buschmann "einzige Option" für neuen FDP-Generalsekretär

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Berlin (Reuters) - FDP-Chef Christian Lindner ist zuversichtlich, mit einem neuen Generalsekretär Marco Buschmann die Chancen der Liberalen bei der Bundestagswahl im Februar zu erhöhen.

"Er ist für mich die einzig denkbare Option gewesen, in diesen Zeiten dieses Amt zu übernehmen", sagte Lindner nach Gremiensitzungen der FDP am Montag in Berlin. Lindner hatte den Ex-Justizminister am Sonntag als Nachfolger des am Freitag zurückgetretenen FDP-Generalsekretärs Bijan Djir-Sarai vorgeschlagen. Djir-Sarai hatte mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus der "D-Day"-Affäre um ein Strategiepapier zum Ausstieg aus der Ampel-Koalition gezogen.

Buschmann und er hätten ein enges Vertrauensverhältnis, betonte Lindner. Ohne Buschmann wäre ein Comeback der FDP am 23. Februar schwierig. "Nachdem er zugesagt hat, bin ich mir aber sicher, dass es uns gelingen wird, mit einem starken Ergebnis im nächsten Deutschen Bundestag vertreten zu sein, dass es die Möglichkeit auch einer Regierungsbeteiligung der Freien Demokraten gibt." In Umfragen liegt die FDP derzeit bei rund fünf Prozent und muss um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen. Der designierte Generalsekretär soll auf einem Bundesparteitag der Liberalen am 09. Februar gewählt werden.

Buschmann sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Lindner, liberales Denken sei jetzt nötiger denn je. Die Menschen in Deutschland müssten wieder spüren, dass es vorwärts gehe. Es gehe bei der Wahl am 23. Februar um eine Richtungsentscheidung. Die Autorität Lindners sehe er durch die "D-Day"-Affäre im übrigen nicht beschädigt. "Aus tiefster und fester Überzeugung glaube ich, wir haben den besten Spitzenkandidaten, den wir haben können", sagte Buschmann.

"KRAFT ZUR DISRUPTION"

Auf die Frage, warum er in einer Talkshow gesagt habe, Deutschland müsse "etwas mehr Milei und Musk wagen", sagte Lindner mit Blick auf den argentinischen Präsidenten Javier Milei und den Berater des neuen US-Präsidenten Donald Trump, den Milliardär Elon Musk: "Ich bin mir im Klaren über auch die Scharfkantigkeit dieser beiden Personen Milei und Musk, und ich verkenne nicht, dass es hier auch Problematisches gibt." Aber: "Was mich beeindruckt, ist dort die Kraft zur Disruption, eine Wende herbeizuführen, wenn ein Abstieg droht. Und das fehlt uns in Deutschland."

Stattdessen habe Deutschland "gegenwärtig einen Bundeskanzler, der nicht die Menschen aus ihren Ängsten befreit, indem er ihnen eine Perspektive zeigt", sagte Lindner weiter. "Wir haben einen Bundeskanzler, der offensichtlich in den gleichen Ängsten gefangen ist, wie die Menschen sie teilen.

(Bericht von Alexander Ratz; Redigiert von Elke Ahlswede.; Bei Rückfragen wenden Sie sich an berlin.newsroom@tr.com)

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