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Reverse Split belastet

Trading-Chance Qiagen: Nach Fehlausbruch Short

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Einer der Verlierer in einem allgemein fester tendierenden DAX waren die Papiere von Qiagen. Der Diagnostikspezialist und Labordienstleister nimmt aktuell einen sogenannten Reverse Split vor, wodurch die Anzahl der Aktien im konkreten Fall um 2,8% sinkt. Die Aktionäre bekommen je Aktie 1,22 Euro ausgezahlt. Für die Aktionäre ist der Vorgang selbst nicht negativ und auch nicht positiv. Doch Reverse Splits sind allgemein nicht allzu angesehen. Für uns ergibt sich hier eine Short-Chance.

Quelle: onvista

Warum ein Reverse Split?

Während bei einem klassischen Aktiensplit die Anzahl der ausgegebenen Aktien erhöht wird und der Kurs danach von einem niedrigeren Niveau aus weiter läuft, passiert bei einem Reverse Split das genaue Gegenteil: es wird die Anzahl der Aktien reduziert und so der Kurs erhöht. Die Marktkapitalisierung ändert sich bei einem wie auch immer gearteten Split nicht, so dass der Anleger aus dem Vorgang selbst weder Vor-, noch Nachteil hat. Seine Investitionssumme bleibt gleich. Ein grob vereinfachtes Beispiel: Der Kurs einer Aktie steht vor einem Reverse Split bei 10 Euro, und Tom Hat 100 Aktien, sprich 100x10 Euro = 1000 Euro Investitionssumme. Nun nimmt das Unternehmen einen Reverse Split vor im Verhältnis 1 zu 4. Die Anzahl der Aktien viertelt sich, der Kurs steht mit der Anpassung 4x so hoch. Im Beispiel würde Tom nun statt 100 Stücken nur noch 25 Aktien im Depot haben, diese stehen aber bei 40 Euro.

Der Sinn von Splits (klassische) ist, den Aktienkurs optisch wieder günstiger zu machen. Denn man stelle sich vor, dass eine Aktie irgendwann mehrere tausend Euro kostet, weil sie sich vervielfacht hat. Alle Anleger, die mit sehr kleinem Geldbeutel an der Börse agieren, könnten die Aktie nun gar nicht mehr kaufen. Man versucht also, mit einem klassischen Split, eine stark gelaufene Aktie weiterhin optisch attraktiv zu halten und kleine Anleger nicht zu verschrecken. Bei einem Reverse Split versucht man üblicher Weise, den Aktienkurs zu frisieren. Meist nehmen diesen Schritt Unternehmen vor, deren Papiere nicht wirklich gut laufen oder im Kurs stark gesunken sind. Ein dramatischer Vorgang ist es so oder so nicht. Aber er wird unter Anlageprofis eher negativ gewertet, was sich meist auch in fallenden Notierungen um den Termin des Reverse Splits herum niederschlägt.

Gewinnrückgang belastet

Nach zwei sehr starken Jahren 2020 und 2021, in denen man von der weltweiten Corona-Pandemie profitierte, war der Gewinn bis einschließlich 2024 klar rückläufig. Von 2,01 Euro Gewinn je Aktie in 2021 schrumpfte das Ergebnis auf 0,36 Euro je Anteilsschein zusammen. Derart starke Schwankungen binnen kurzer Zeit machen deutlich, dass die Pandemie einen Einmal-Effekt brachte, der mit dem üblichen Geschäftsverlauf jedoch recht wenig zu tun hat. 2021 erreichte Qiagen eine Netto-Marge von 22,77%, was herausragend ist. Inzwischen ist die Marge auf 4,73% zurückgegangen. Letztmals wurde im Jahr 2017 eine Dividende ausgezahlt. In den vergangenen Jahren schüttete das niederländische Biotech-Unternehmen kein Geld an seine Aktionäre aus. Auch wenn es prinzipiell durchaus sinnvoll ist, wenn ein Unternehmen sein Geld im eigenen Kreislauf hält und zum Beispiel für Forschung und Wachstumsinvestitionen nutzt, so sind Titel von Firmen, die keine Dividende zahlen selten ein Anlegerliebling. Diese Faktoren deckeln das unmittelbare Kurspotenzial von Qiagen aus unserer Sicht eindeutig.   

Nach Fehlausbruch abwärts bis unter 40 Euro?

Während die internationalen Börsen von einem Hoch zum nächsten eilten, hat sich der Kurs der Qiagen-Aktie per Saldo seit Anfang 2021 (also binnen vier Jahren) nicht nachhaltig bewegt. Sicherlich: es gab Aufwärts- und Abwärtsbewegungen, doch diese waren nie nachhaltig. Seit Ende 2021 befindet sich der Kurs in einem Abwärtstrend, der jüngst kurzweilig nach oben durchbrochen worden war. Doch dieser Ausbruch erwies sich schnell als Fehlsignal (ein sogenannter Fake-Breakout), so dass die Notierungen inzwischen wieder unterhalb der Abwärtstrendlinie rangieren.

Zunächst ist ein Korrekturpotenzial bis in die Unterstützungszone von 38,50 bis zirka 40 Euro vorhanden. In diesem Bereich wirken die seit Herbst 2023 intakte Aufwärtstrendlinie und eine horizontale Unterstützung (rot) zusammen als Support. Knapp darunter verläuft bei 36,77 Euro eine zusätzliche horizontale Unterstützungslinie. Das Korrekturszenario kann charttechnisch sinnvoll bei knapp 47 Euro abgesichert werden. Sollte diese Marke überwunden werden, wäre die Variante einer Kursschwäche bis in den beschriebenen Unterstützungs-Bereich hinfällig.

Abbildung: Langfrist-Chart von Qiagen
Quelle: www.tradingview.com

Kurzfristige Short-Chance

Der Reverse Split ist psychologisch betrachtet eher ein Dämpfer für die Anleger und wird in der Mehrzahl der Fälle mit Verkäufen quittiert. Die charttechnische Ausgangssituation hat sich durch den Fehlausbruch an der Abwärtstrendlinie auch merklich eingetrübt, so dass sich kurzfristig eine Trading-Gelegenheit für die kurze Seite (Short) eröffnet. Als mögliche Ziele stehen die in der obigen Chart-Analyse genannten Marken von 40 Euro und 38,50 Euro bereit.  

Short auf Qiagen mit Turbo Bear Optionsschein

Für eine Spekulation auf kurzfristig weiter fallende Kurse in der Qiagen-Aktie haben wir für Sie einen Open End Turbo Bear Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt ist mit einer Basis, sowie einem Knockout bei 54,985 Euro ausgestattet. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 43 Euro ergibt sich ein Hebel von 3,7. Die Spekulation kann aus charttechnischer Perspektive bei 47 Euro via Stop-Loss besichert werden. Im Produkt entspricht dies einem Stop-Loss bei 0,75 Euro. Die WKN lautet UG1ZQY.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  44-45 und 47 Euro

Unterstützungen:  40 Euro, 38,5 Euro und 36,77 Euro

Open End Turbo Bear Optionsschein auf Qiagen

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