Prognose deutlich gekürzt

Douglas-Aktien brechen auf Rekordtief ein

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein erheblich eingetrübter Ausblick hat die jüngste Talfahrt der Aktien von Douglas am Freitag stark beschleunigt. Die Papiere der Parfümeriekette brachen zeitweise um mehr als ein Fünftel auf ein Rekordtief von 11 Euro ein. Gegen Mittag betrug das Minus noch gut 18 Prozent. Damit war Douglas abgeschlagenes Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax.

onvista Bilanz-Analyse
Drei Gründe, warum ich die Douglas-Aktie nicht zeichne16.03.2024 · 09:30 Uhr · onvista
Drei Gründe, warum ich die Douglas-Aktie nicht zeichne

Vor einem Jahr war Douglas im März 2024 zu einem Ausgabepreis von 26 Euro je Aktie an die Börse zurückgekehrt. Kurse darüber haben die Aktien seitdem nie gesehen. Mittlerweile hat sich der Wert seit dem Börsengang weit mehr als halbiert. Alleine im laufenden Jahr büßten die Papiere mehr als vierzig Prozent ein.

Die zunehmende Konsumzurückhaltung in einem unsicheren Wirtschaftsumfeld stimmt die Parfümeriekette noch pessimistischer für das laufende Geschäftsjahr. Seit Mitte Februar habe sich die Verbraucherstimmung weiter verschlechtert. Bei seinen Umsatz- und Gewinnzielen ruderte das Unternehmen daraufhin komplett zurück.

Ein Händler sprach vom nächsten Schicksalsschlag für die Anleger, da Douglas im Februar schon die operativen Gewinnerwartungen wegen des schwachen Weihnachtsgeschäfts gedämpft hatte. Außerdem stehen nun die Mittelfristziele auf dem Prüfstand. Details dazu soll es Mitte Mai zur Vorlage der Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal geben.

Vor allem in Deutschland und Frankreich wirke sich das schlechtere Verbrauchervertrauen auf die Verkäufe von Douglas aus, schrieb Jefferies-Analyst Henrik Paganetty. Das betreffe sowohl das Ladengeschäft als auch die Onlineverkäufe. Zudem habe die Parfümeriekette auf Risiken durch weltweite Handelskonflikte hingewiesen, die sowohl wichtige Branchen als auch die Kaufkraft in Europa beeinflussen könnten.

Jede Hoffnung auf eine Dividende dürfte sich in der Folge auf das Jahr 2027 verschieben, kommentierte Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank. Die einzig gute Nachricht sei, dass die Markterwartung ohnehin bereits unter der jetzt gekappten Prognose liege. Douglas verliere bei den Investoren allerdings zunehmend an Glaubwürdigkeit./niw/la/men

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