Dax-Konzerne schütten Rekorddividenden aus – So kann man mit einem ETF daran teilhaben

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Das sind doch schon Traumzahlen: 51.000.000.000 (51 Mrd.) Euro schütteten die Dax-Konzerne dieses Jahr an Dividenden aus. Nur zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es 36 Mrd. Euro.

Der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young (EY) warf einen genauen Blick auf die Empfänger der Dividenden. Das Ergebnis: 53 Prozent flossen an ausländische Anleger. Oder anders ausgedrückt: Nur 47 Prozent der Dividenden deutscher Blue-Chips-Unternehmen fließen auf deutsche Konten.

Den ersten Platz der Ausschütter erreicht Mercedes-Benz mit 5,3 Mrd. Euro. Laut EY flossen 3,5 Mrd. Euro ins Ausland. Die Allianz erreichte den 2. Platz mit einer Ausschüttung in Höhe von 4,4 Mrd. Euro, wovon 2,7 Mrd. Euro ins Ausland gingen. BMW belegt den dritten Platz mit einer ausgeschütteten Summe von 3,8 Mrd. Euro. Allerdings flossen hier 1,9 Mrd. auf deutsche Konten. Das liegt wohl an den Erben der Quandt-Dynastie, die 47 Prozent der Anteile halten.

Mit einem ETF teilhaben

Für Dividendenjäger und Anleger mit einer Dividendenstrategie ist diese Zahl natürlich erfreulich. Und mit einem ETF kann man an dieser Summe teilhaben, ohne die jeweiligen Einzelwerte zu kaufen.

Deka Investmens hat dazu den Deka DAXplus Maximum Dividend ETF ins Leben gerufen, der die 25 Unternehmen aus der Dax-Familie (Dax, MDax und SDax) umfasst, die die höchste Dividendenrendite haben. Der ETF wird zweimal im Jahr angepasst, jeweils im Mai und im November. Der ETF schüttet dreimal im Jahr die Dividenden aus.

Natürlich schwanken die Ausschüttungen und mit ihr die Dividende. 2020, dem Jahr der Corona-Maßnahmen, sank sie sogar auf 2,72 Prozent. Aber Renditen über 6 Prozent sind nicht ungewöhnlich.

Für Dividendenjäger geeignet

Dieser ETF ist nur für Anleger geeignet, die eine Dividendenstrategie verfolgen. Die Kurse von Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, steigen nicht mehr so stark wie Wachstumwerte, allerdings fallen sie in einem Bärenmarkt auch nicht so tief.

Meiner Meinung nach sind solche ETFs gerade in den Zeiten interessant, in dem die Kurse sinken. Wenn sich ein Boden gebildet hat, kann man ordentlich nachkaufen. So eine Situation gab es im März 2020, als die Kurse wegen der Unsicherheit der Anleger bezüglich Corona abrutschten. Wenn die Kurse wieder steigen, dann erhöht man auch seine persönliche Dividendenrendite, denn diese richtet sich nach dem eingesetzten Kapital und nicht nach dem derzeitigen Aktienkurs.

Das hat noch einen weiteren Vorteil: Deutsche Blue-Chips-Aktien sind nicht als Outperformer bekannt, wie etwa US-Werte. Beispiel: Mercedes hat dieses Jahr die höchste Dividendenrendite gehabt. Derzeit liegt der Kurs bei knapp über 50 Euro. Die 70-Euro-Marke hat der Autobauer dreimal gerissen: Zur Jahrtausendwende mit dem Neuen Markt, 2015 sowie 2021. Wer zu diesen Zeitpunkten Aktien kaufte, hat Verluste gemacht.

Wer also den Dividenden-ETF kauft, wenn er gerade niedrig ist, profitiert in einem Bullenmarkt gleich doppelt: Erstens werden die Werte in einem Bullenmarkt wieder steigen, womit Anleger Wachstumsgewinne erzielen, und zweitens verbessert er seine persönliche Dividendenrendite, denn in guten Zeiten schütten die Unternehmen höhere Dividenden aus.

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