Werbung
Grüne Wirtschaft kann auch blau sein

Investment Idee: Dieser ETF schlägt den Dax und schützt das Meer

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Merrillie Redden/Shutterstock.com

Eine gute Rendite erzielen und dabei noch etwas Gutes tun: Das ist möglich. Immer mehr Anleger wollen das. Sie wissen: Mit ihrem Geld können sie Gutes tun, wie das Klima zu schützen, sozial-verantwortliche Unternehmen zu unterstützen oder eben auch die Ozeane sauber zu halten.

Es gibt Unternehmen, die an der Börse sind und in diesen Bereichen tätig sind. Als Laie ist es schwer, hier den Überblick zu behalten, das Geschäftsmodell zu überprüfen und die Bilanzen auf ihre Profitabilität hin zu überprüfen – und diese dann immer in den Augen zu behalten und auf Änderungen zu reagieren.

Anlegern steht hier zum Glück der Weg frei, in einen ETF zu investieren, der solche Aktien hält. So kann man die Vorteile nutzen, die der ETF bietet: einfach handelbar an der Börse über jeden Broker.

Wer mit seinem Geld Ozeane schützen will, kann dies mit einem ETF tun, wie etwa durch den ETF „BNPP easy ECPI Global ESG Blue Economy“.

Index von ECPI: ökologisch und nachhaltig seit 1997

Der Index, den dieser ETF abbildet, wurde von der italienischen Agentur ECPI aufgelegt. ECPI ist keine Unbekannte; denn sie legt seit 1997 einen Fokus auf Umwelt und Nachhaltigkeit und entwirft Indizes nach diesen Merkmalen. Das erklärte Ziel: ECPI will es Anlegern so leicht wie möglich machen, mit ihrer Investition etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

Der Vergleichsindex umfasst 50 Positionen, die sich mit mindestens einem der folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Schutz der Küste
  • Energie und Ressourcen
  • Fischerei und Meeresfrüchte
  • Verringerung der Umweltverschmutzung
  • Seeverkehr

Aber Achtung: Dieser Index – und mit ihm auch der ETF – enthält auch Aktien von Unternehmen, die nur indirekt etwas mit dem Meer zu tun haben, wie etwa Betreiber von Mülldeponien. Der Zusammengang entschließt sich oft nicht sofort.

Das Ökosystem Ozean ist sehr komplex und es schützen auch Firmen das Meer, deren Geschäftsmodell ein gänzlich anderes ist. Die Zusammensetzung des Index ist daher nicht immer intuitiv, aber dennoch gut durchdacht. Und gemeinsam helfen die Unternehmen dabei, das Meer für kommende Generationen zu erhalten.

Schutz der Meere beginnt an Land

Menschen schmeißen achtlos Plastikbecher weg, die durch Umwege ins Meer gelangen; viele trennen keinen Müll, der Hausmüll wird exportiert und auf Deponien in Entwicklungsländern verbrannt – nur leider nicht in modernen Müllverbrennungsanlagen. Oder – schlimmer noch – er wird auf illegalen Mülldeponien nahe des Ozeans geschüttet. Oft gerät der Müll in den Kreislauf der Natur und irgendwann ins Meer. Und bleibt er dann – Plastik sogar über 450 Jahre.

Quelle: NABU/Statista

Ein effektiver Schutz der Meere beginnt daher an Land, zum Beispiel durch eine moderne Müllverwertung. Sie stellt sicher, dass der Müll nicht in die Natur und damit auch nicht in die Ozeane gelangt.

Waste Management: Rendite mit Müll

Der ETF hält Aktien von Waste Management, das in der Abfall- und Recyclingwirtschaft arbeitet. Waste-Management-Aktien machen 2,52 Prozent des ETFs aus. (Stand: November 2022) Es holt Müll ab, recyclelt ihn und was nicht recycelt werden kann, landet auf Deponien, die den höchsten Standards der Natur- und Umweltgesetze einhalten. Waste Management betreibt ebenfalls Anlagen, in denen Müll zur Erzeugung von Biogas eingesetzt wird.

Damit hört die Verantwortung von Waste Management aber nicht auf, denn es betreibt auch Solar- und Windenergie-Anlagen und verkauft den Strom an Versorger. Alles in allem: Das Unternehmen ist hochprofitabel. Von jedem Dollar, den es 2021 umsetzte, blieben 10,12 US-Cent als Gewinn nach Steuern (!) im Unternehmen.

Weiterer Vorteil: Waste Management schüttet Dividenden aus und erhöht diese seit 19 Jahren. Im letzten Jahr 2021 betrug sie 2,30 Dollar. Weiteres Plus: Waste Management betreibt ein Aktienrückkaufprogramm, was den Preis zusätzlich treibt, weil der Gewinn auf weniger Aktien verteilt wird.

Klimaschutz ist auch Meeresschutz

Je mehr CO2 ins Meer gelangt, desto mehr leiden die Fische: Das Wasser wärmt sich auf und wird sauer. Grüne Energie hat daher auch eine blaue Eigenschaft: denn sie schützt das Meer, die Fische und die Riffe, denn 27 Prozent des freigesetzten CO2 landet im Meer.

Quelle: GEOMAR/Statista.de

Daher finden sich in diesem ETF auch Unternehmen, die man zuerst gar nicht hier vermuten würde: nämlich Solar- und Windenergiefirmen. Den größten Anteil von 3,24 Prozent (Stand: November 2023) mach Enphase-Energy-Aktien aus, das Verbrauchern und Unternehmen Lösungen auf dem Gebiet der Solarenergie anbietet. Zu seinem Geschäftsfeld gehört auch die Sparte „Home Connect“, in der der Strom effizient verwaltet und gesteuert wird.

Weiterhin produziert Enphase Energy Hardware, wie etwa Wechselrichter. Sie sind das Herz einer Solaranlage, denn sie wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um und bringt sie auf den optimalen Betriebspunkt. Enphase Energy stellt auch Batterien her, damit der Solarstrom auch bei Dunkelheit fließt.

So hilft Enphase Energy dabei, die Emission von CO2 zu verhindern. Denn schließlich ist das CO2 das beste, was gar nicht erst erzeugt wird.

Schutz der Meere hindert nicht an Fischverzehr

Es geht diesem ETF nicht darum, Menschen etwas zu verbieten; selbst der Genuss von Fischen und sonstigen Meeresfrüchten bleibt weiterhin erlaubt. Sie müssen nur so gefangen oder gezüchtet werden, dass die Art nicht gefährdet wird.

Beispiel: das norwegische Unternehmen Leroy Seafood, das Lachs und Forelle züchtet. Indem sie gezüchtet und nicht gefangen werden, schont Leroy Seafood den Wildbestand und stellt die Ernährung der wachsenden Bevölkerungszahl sicher. Jedes Jahr werden insgesamt 1,75 Milliarden Mahlzeiten an Geschäfte, Restaurants, Kantinen und Hotels ausgeliefert.

Leroy Seafood betreibt, wenn auch in kleinerem Umfang, eine Fangflotte, die auf offener See Fische fängt. Hierbei werden aber die strengen norwegischen Gesetze und Verordnungen eingehalten, die sicherstellen, dass keine Überfischung stattfindet und der Wildbestand erhalten bleibt.

Meeresschutz muss finanzierbar sein

Insgesamt hält der ETF 50 Positionen, die aber eines gemeinsam haben: Sie sind profitable Unternehmen. Bei Enphase Energy blieb 2021 rund 10,5 Prozent des Umsatzes als Gewinn nach Steuern im Unternehmen; bei Waste Management 10,12 Prozent und bei Leroy Seafood etwas über 4 Prozent.

Das ist wichtig, denn der Schutz des Klimas und der Meere muss finanziert werden. Es ist erst der Gewinn, der die technischen Lösungen zur Reduktion des Treibhausgases, eine noch bessere Recyclingmethode oder einer noch effektivieren Gewinnung von Öko-Strom finanziert.

Der Gewinn hat aber noch weitere Vorteile: Die (meisten) Unternehmen schütten Dividenden aus, die vom ETF direkt wieder angelegt werden. So erhalten Anleger automatisch neue Anteile und profitieren vom Zinses-Zins-Effekt.

Besser als der Dax oder der Dow Jones

Der ETF wurde im September 2020 aufgelegt und hat bis heute einen Wertzuwachs um über 32 Prozent erzielt. Zwischenzeitlich lag der Wertzuwachs bei 47,6 Prozent. Dieser Rückgang war dem allgemeinen Marktumfeld geschuldet.

Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum (September 2020 bis November 2022) legte der Dax um 9,2 Prozent zu, der Dow Jones um 23,7 Prozent und der S&P 500 um 20 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel