Börse am Morgen 05.12.2024

Dax erreicht vierten Tag in Folge ein neues Rekordhoch

onvista · Uhr
Quelle: peterschreiber.media/Shutterstock.com

Nach einem zögerlichen Handelsauftakt hat der Dax am Donnerstag den vierten Börsentag in Folge ein Rekordhoch bei 20.291 Punkten markiert.

Die fulminante Rally am deutschen Aktienmarkt zum näher rückenden Jahresende setzt sich also fort. Um mehr als 1.000 Punkte ging es mit dem Dax in den vergangenen sechs Handelstagen nach oben.

„Der Dax hat die letzten fünf Handelstage im Plus beendet. Das ist die längste Positiv-Serie seit August“, merkte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners an. Gleichwohl, so Altmann weiter, bleiben viele Anleger weiterhin investiert und verkaufen nicht.

Evotec und Auto1 im MDax - Befesa und Stabilus raus

Der Pharma-Wirkstoffforscher Evotec und der Online-Autohändler Auto1 kehren in den Index der mittelgroßen Börsenwerte, den MDax, zurück. Im Gegenzug steigen der Industrie-Recycler Befesa sowie der Auto- und Industriezulieferer Stabilus in den Nebenwerteindex SDax ab, wie die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx am Mittwochabend mitteilte. Evotec war erst im September in den SDax abgestiegen, bei Auto1 ist der Abstieg in den Kleinwerteindex schon länger her.

Im SDax gibt es zudem weitere Veränderungen. Aufgenommen werden das Software-Unternehmen Nexus, der Wissenschaftsverlag Springer Nature sowie der Biosimilars-Spezialist Formycon. Dafür müssen der Telekomausrüster Adtran Holdings, der Büromöbel-Versandhändler Takkt sowie der Wasserstoffspezialist Thyssenkrupp Nucera den Index verlassen.

Im TecDax müssen der Wechselrichterhersteller SMA Solar sowie das Erneuerbare-Energien-Unternehmen Energiekontor ihre Plätze für den Internetdienst-Anbieter Ionos und das Software-Unternehmen Nexus freimachen. Im Dax wird es keine Veränderungen geben.

Die Umsetzungen treten am Montag, 23. Dezember, in Kraft. Index-Änderungen sind vor allem für Fonds wichtig, die Indizes real nachbilden (physisch replizierende ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet werden, was kurzfristig Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

Safran sieht sich weiter auf Wachstumskurs - Aktienrückkäufe angekündigt

Der französische Triebwerksbauer Safran traut sich auch in den kommenden Jahren kräftiges Wachstum zu. 2025 soll der Umsatz um rund zehn Prozent zulegen, teilte der Zulieferer von Airbus und Boeing am Donnerstag bei einem Kapitalmarkttag mit. Das bereinigte operative Ergebnis soll im kommenden Jahr zwischen 4,7 und 4,8 Milliarden Euro liegen. 2028 peilt Safran sogar sechs bis 6,5 Milliarden Euro an. Der Umsatz dürfte mittelfristig pro Jahr im hohen einstelligen Prozentbereich steigen.

Sowohl das Geschäft mit dem Verkauf von Triebwerken als auch das Wartungssegment entwickeln sich gut, sagte Safran-Chef Olivier Andriès laut Mitteilung. Die Umstellung auf die neuen Leap-Triebwerke laufe reibungslos. Von der guten Entwicklung sollen auch die Aktionäre profitieren: 2024 bis 2028 soll sich der freie Barmittelzufluss auf 15 bis 17 Milliarden Euro summieren. Davon sollen 40 Prozent als Dividende ausgeschüttet werden, dazu sind Aktienrückkäufe in Höhe von fünf Milliarden Euro geplant.

Die erst im Oktober angepasste Prognose fürs laufende Jahr bestätigte Safran. Beim Umsatz peilt der Triebwerksbauer weiterhin 27,1 Milliarden Euro an. Nach Erlösen von 23,2 Milliarden Euro im Vorjahr entspräche das einem Plus von fast 17 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn soll auf 4,1 Milliarden Euro steigen nach knapp 3,2 Milliarden im Vorjahr. Zahlen zum Gesamtjahr will Safran am 14. Februar vorlegen.

Deutschland: Auftragseingang in der Industrie sinkt moderater als erwartet

In der deutschen Industrie sind die Aufträge im Oktober nach einem vergleichsweise starken Anstieg im Vormonat wieder etwas gesunken. Die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe fielen im Monatsvergleich um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen stärkeren Rückgang um 2,0 Prozent erwartet.

Allerdings war der Auftragseingang im Vormonat deutlich besser als bisher bekannt. Das Bundesamt revidierte den Zuwachs im September deutlich nach oben auf 7,2 Prozent. Zuvor war nur ein Anstieg um 4,2 Prozent gemeldet worden.

Im Jahresvergleich fiel die Entwicklung im Oktober ebenfalls besser als erwartet aus. In dieser Betrachtung meldete das Bundesamt einen Anstieg um 5,7 Prozent, während Analysten nur mit einem Plus um 1,8 Prozent gerechnet hatten.

Auch im Oktober haben Großaufträge die Entwicklung verzerrt. Wie das Bundesamt weiter mitteilte, wären die Bestellungen ohne Berücksichtigung von Großaufträgen um 0,1 Prozent höher ausgefallen als im Vormonat.

Im längerfristigen Vergleich von drei Monaten zeigte sich insgesamt eine positive Entwicklung. In der Zeit zwischen August und Oktober sind die Aufträge insgesamt um 2,7 Prozent höher ausgefallen, als in den drei Monaten zuvor.

Redaktion onvista/dpa-AFX

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