Institut übertrifft Analystenschätzungen

Santander Bank Polska steigert Gewinn vor Zukauf durch Erste Group

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Die vor dem Einstieg der österreichischen Erste Group als Großaktionär stehende Santander Bank Polska hat im zweiten Quartal ihren Gewinn deutlich gesteigert.

Das Nettoergebnis wuchs um 28 Prozent auf 1,02 Milliarden Zloty (rund 238 Millionen Euro), wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Damit übertraf das Institut die Analystenschätzungen von 872 Millionen Zloty (rund 204 Millionen Euro).

Der Zinsüberschuss legte auf 3,18 Milliarden Zloty (rund 740 Millionen Euro) zu, nach 2,9 Milliarden Zloty (rund 680 Millionen Euro) im Vorjahreszeitraum. Positiv wirkten sich vor allem gesunkene Rückstellungen für Kreditausfälle aus. Belastend wirkten hingegen Rechtsrückstellungen für Schweizer-Franken-Kredite von 738,8 Millionen Zloty (rund 173 Millionen Euro).

In der Vergangenheit hatten zehntausende Kreditnehmer in Polen Hypothekendarlehen in Schweizer Franken aufgenommen, um von den niedrigeren Zinssätzen zu profitieren. Mit der Aufwertung des Franken stiegen jedoch die Rückzahlungskosten erheblich, was zu zahlreichen Klagen führte. Auch Santander Bank Polska hat solche Kredite immer noch in ihrem Portfolio.

"Natürlich sind wir weiterhin der Meinung, dass eine Einigung besser ist als ein Rechtsstreit", sagte Santander-Bank-Polska-Chef Michal Gajewski bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Die jüngsten Entwicklungen – sowohl vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) als auch in der lokalen Rechtsprechung - hätten die Position der Banken leicht verbessert. "Aber meiner Meinung nach sind sie ein weiterer Hinweis darauf, dass wir die Kundinnen und Kunden zu Vergleichslösungen ermutigen sollten".

Österreichs größte Bank Erste Group hatte sich im Mai mit der spanischen Großbank Santander über den Kauf von 49 Prozent an der polnischen Tochter für 6,8 Milliarden Euro geeinigt. Es ist eine der größten Bankentransaktionen in Europa in den letzten Jahren. Durch den Erwerb wird die Erste Group zum größten Aktionär und erhält trotz Minderheitsbeteiligung faktisch die Kontrolle. Rund 37,8 Prozent der Anteile befinden sich im Streubesitz, die restlichen 13 Prozent hält Santander.

"Nach Abschluss der Transaktion werden wir Teil der größten, stabilsten und erfolgreichsten Finanzgruppe in Mittel- und Osteuropa", sagte Gajewski. Die Erste Group kenne die Region sehr gut und biete neue Möglichkeiten für internationale Zusammenarbeit. Zu einer möglichen Änderung von Namen und Logo äußerte sich der Manager zurückhaltend: "Es ist noch zu früh, darüber zu sprechen. Wenn es so weit ist, werden wir Sie informieren."

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