Tirade auf Kurznachrichtenplattform

Nach schwachen Job-Daten: Trump will Chefin der Statistikbehörde feuern

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: lev radin/Shutterstock.com

Der jüngste Datenbericht zum US-Arbeitsmarkt fiel wider Erwarten äußerst schwach aus - jetzt wettert Präsident Donald Trump deshalb gegen die Behörde für Arbeitsmarktstatistik (BLS), welche die Daten veröffentlicht.

Wie mehrere US-Medien unter Verweis auf einen Beitrag Trumps bei der Kurznachrichtenplattform Truth Social berichteten, will Trump die Chefin der Behörde - Erika McEntarfer - nun entlassen.

Aktien New York
Schwacher Arbeitsmarkt schockt Investoren an der Wall Street01.08.2025 · 18:01 Uhr · dpa-AFX
Eine Flagge vor der Börse in New York.

"Ich habe mein Team angewiesen, diese politische Kandidatin der Biden-Regierung zu feuern, UNVERZÜGLICH", polterte Trump. Er bezichtigte die Behördenchefin der politisch motivierten Manipulation der Daten, legte aber dafür keine Beweise vor. "Sie wird durch jemanden ersetzt, der weitaus kompetenter und qualifizierter ist. Wichtige Daten wie diese müssen fair und präzise sein, und dürfen nicht für politische Zwecke manipuliert werden", so Trump.

Jüngste Jobdaten fielen desaströs aus

McEntarfer wurde 2023 vom damaligen Präsidenten Joe Biden vorgeschlagen und übernahm die Geschäftsführung der Behörde im vergangenen Frühjahr. Das BLS veröffentlicht eine Reihe wichtiger Konjunkturindikatoren in den USA, wie eben den Arbeitsmarktbericht, aber beispielsweise auch den Verbraucherpreisindex, den wichtigsten Maßstab der Inflation in den USA.

Der jüngste Arbeitsmarktbericht fiel desaströs aus, laut Ökonomen auch aufgrund von Trumps Zollpolitik. So schuf die US-Wirtschaft im Juli außerhalb der schwankungsanfälligen Landwirtschaft nur 73.000 neue Arbeitsplätze, deutlich weniger als erwartet (104.000 Jobs). 

Darüber hinaus wurden die Werte für die Vormonate stark nach unten revidiert. Im Juni war die Zahl der Beschäftigten mit 14.000 kaum noch gestiegen, nachdem zuvor ein Zuwachs um 147.000 gemeldet worden war. Für den Zeitraum Mai und Juni revidierte das Ministerium die Zahl der neuen Stellen um insgesamt 258.000 nach unten.

(mit Material von dpa-AFX)

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