OTS: Union Investment / Sparerinnen und Sparer glauben an ...

dpa-AFX · Uhr
    Sparerinnen und Sparer glauben an Investitionsprogramm der
Bundesregierung (FOTO)
Frankfurt am Main (ots) -

- Keine positiven Effekte hingegen für den eigenen Geldbeutel, für Aktien und
  Investmentfonds schon
- Stabilität bei den eigenen Finanzen und dem Sparverhalten
- Aktien so attraktiv wie nie, 20- bis 29-Jährige treiben Aktienkultur

Die Mehrheit der Sparerinnen und Sparer in Deutschland verspricht sich vom
milliardenschweren Investitionsprogramm der Bundesregierung eine etwas
verbesserte wirtschaftliche Lage. Für den eigenen Geldbeutel erwarten die
meisten keine positiven Effekte, für Aktien und Investmentfonds hingegen schon.
Deren Attraktivität erreicht Höchstwerte, gerade junge Menschen geben dieser
neuen Aktienkultur Aufwind. Das sind die Ergebnisse des aktuellen
Anlegerbarometers, einer repräsentativen forsa-Online-Befragung im Auftrag von
Union Investment und Bundesbankanalysen von Professor Oscar A. Stolper von der
Universität Marburg.

Das von der aktuellen Regierung beschlossene Investitionsprogramm könnte die
wirtschaftliche Situation in Deutschland nach Meinung der meisten Befragten
etwas verbessern (61 Prozent). Gut ein Viertel (27 Prozent) erwartet hingegen
keine Verbesserung, acht Prozent rechnen mit deutlichen Fortschritten.

Keine positiven Effekte hingegen für den eigenen Geldbeutel, für Aktien und
Investmentfonds schon

Für die eigene Finanzlage erwartet die deutliche Mehrheit (80 Prozent) jedoch
keine direkten positiven Effekte durch das Investitionsprogramm. Auf den Wert
von Aktien und Investmentfonds hingegen durchaus: 43 Prozent der Befragten
rechnen mit positiven Auswirkungen auf den Wert der eigenen Aktien oder Fonds.
Gut ein Drittel ist gegenteiliger Meinung und sieht keine Effekte (37 Prozent).
20 Prozent haben hierzu keine Meinung. "Das noch vom letzten Bundestag
verabschiedete Sondervermögen setzt wichtige Impulse für Infrastruktur- und
Transformationsprojekte - davon profitieren die Auftragsbücher der Unternehmen
und bieten Anlegerinnen und Anlegern langfristige Chancen, wenn sie entsprechend
investiert sind", sagt Kerstin Knoefel, Leiterin des Privatkundensegments von
Union Investment.

Stabilität bei den eigenen Finanzen und dem Sparverhalten

Auch wenn Sparerinnen und Sparer wenig direkte Effekte durch die
wirtschaftlichen Impulse der Bundesregierung erwarten, bleibt der Blick auf die
eigenen Finanzen stabil: 61 Prozent erwarten im kommenden Halbjahr keine
Veränderung der persönlichen finanziellen Situation (4. Quartal 2024: 53
Prozent), 24 Prozent eine Verbesserung (4. Quartal 2024: 30 Prozent), 14 Prozent
eine Verschlechterung (4. Quartal 2024: 16 Prozent). Stabil bleibt trotz allem
auch das Sparverhalten der Befragten. 59 Prozent wollen ihr Sparverhalten
derzeit nicht ändern (4. Quartal 2024: 53 Prozent), ein Drittel will auf jeden
Fall oder wahrscheinlich mehr sparen (31 Prozent). Am Jahresende 2024 waren es
mit 37 Prozent etwas mehr Befragte, die sich entsprechend äußerten.

Aktien so attraktiv wie nie

Bei ihren Sparbemühungen setzen immer mehr Menschen in Deutschland auf Aktien
und Investmentfonds. So sagen mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent),
dass sie das Sparen mit Aktien attraktiv finden, so viele wie noch nie zuvor in
der regelmäßigen Befragung im Rahmen des Anlegerbarometers. Investmentfonds
landen mit 51 Prozent knapp dahinter. Lediglich das Sparen mit Immobilien ist
nach Meinung der Befragten attraktiver (67 Prozent). Das Tagesgeld landet auf
Platz vier (47 Prozent).

Die starke Kapitalmarktorientierung der Sparerinnen und Sparer bestätigen auch
die Bundesbankdaten, ausgewertet von Professor Oscar A. Stolper, Universität
Marburg: Zum Jahresende 2024 stiegen die Investmentfondsbestände privater
Haushalte um 205 Milliarden Euro auf 1.167 Milliarden Euro - und damit stärker
als der Bestandszuwachs in Bargeld, Einlagen und Anleihen zusammen (plus 198
Milliarden). Auf Basis der von Professor Stolper bereinigten Sonderauswertung
erhöhte sich das Gesamtfinanzvermögen 2024 um 606 Mrd. Euro; rund 45 Prozent
(270 Mrd. Euro) davon entfielen auf Investmentfonds und börsennotierte Aktien.
Bestände in börsennotierten Aktien privater Haushalte erreichten einen
Rekordwert von 590 Milliarden Euro (plus 11,9 Prozent).

20- bis 29-Jährige treiben Aktienkultur

Die Zuwächse sind einerseits der starken Aktienmarktentwicklung geschuldet,
andererseits aber auch der gestiegenen Beliebtheit von Aktien und Fonds.
Insbesondere Sparerinnen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren besitzen diese
beiden Anlageformen. So sind laut Anlegerbarometer insgesamt 68 Prozent aller
Befragten im Besitz von Investmentfonds. 65 Prozent der jungen Erwachsenen
finden Aktien attraktiv, 58 Prozent Investmentfonds. "Junge Erwachsene geben der
Aktienkultur spürbar Rückenwind: Viele blicken nicht nur auf ihre Sparleistung,
sondern auch darauf, welcher Ertrag sich daraus ergibt - ein wichtiger Schritt
zur langfristigen Vermögensbildung", so Knoefel.

Allerdings ist bei der Nutzung von Chancen am Kapitalmarkt ein Gender-Gap zu
verzeichnen. Denn fast doppelt so viele Männer wie Frauen nennen dies als
Sparziel (41 Prozent vs. 22 Prozent). Frauen wiederum priorisieren das Thema
Rücklagen als Sparziel höher als Männer. 75 Prozent der weiblichen Befragten
nennen das Sparziel "Rücklagen für größere Ausgaben", bei den männlichen sind es
nur 62 Prozent. Für den Notfall sparen 86 Prozent der Frauen, unter Männern
nennen 77 Prozent dieses Sparziel. Entsprechend investieren signifikant mehr
Männer in Aktien (48 Prozent) und Fonds (71 Prozent) als Frauen (26 Prozent bzw.
64 Prozent).

Studien

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Mai 2025 im Auftrag von Union
Investment 1.006 Personen im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die in privaten
Haushalten über Finanzen entscheiden und mindestens eine Geldanlage besitzen.
Die Befragten nahmen an einer Online-Umfrage teil und konnten sich Zeit und
Umgebung der Bearbeitung selbst aussuchen. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu
100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten
an. Ergänzende Daten stammen aus einer Auswertung der Zahlen der Deutschen
Bundesbank (Stichtag 31.12.2024) durch Prof. Oscar A. Stolper im Auftrag von
Union Investment.

Pressekontakt:

Sandra Lorke, Tel. 069-2567-2641, E-Mail:
mailto:sandra.lorke@union-investment.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/76432/6104991
OTS:               Union Investment

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