G20 sollen sich mit globaler Vermögensungleichheit beschäftigen

Reuters · Uhr
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Johannesburg (Reuters) - Südafrika will den Zusammenhang zwischen Vermögensungleichheit und ihren Folgen für Wachstum, Armut und Multilateralismus untersuchen lassen.

Präsident Cyril Ramaphosa kündigte am Donnerstag an, dafür eine G20-Expertengruppe einzusetzen. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz leitet die sechsköpfige Arbeitsgruppe. Ihre Ergebnisse sollen den Staats- und Regierungschefs der G20 auf ihrem Gipfel im November in Johannesburg vorgelegt werden. Südafrika will seine G20-Präsidentschaft in diesem Jahr nutzen, um auf Probleme ärmerer Länder wie die wachsende Ungleichheit und die Staatsschuldenlast hinzuweisen.

Südafrika sei stolz, eine Initiative ins Leben zu rufen, die auf das Problem der globalen Vermögensungleichheit abziele und praktische Lösungswege vorschlage, teilte Ramaphosa mit. Die Menschen weltweit seien sich bewusst, wie Ungleichheit die Würde und die Chance auf eine bessere Zukunft untergrabe. Als Beispiel nannte er die ungleiche Verteilung von Impfstoffen während der Covid-Pandemie. Die Menschen sähen die Auswirkungen steigender Lebensmittel- und Energiepreise, der Verschuldung und von Handelskriegen. "Eine neue Oligarchie in unserer Weltwirtschaft wird sichtbar", fügte Ramaphosa hinzu.

Ziel der Arbeitsgruppe sei es, Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten, sagte Stiglitz. "Ungleichheit war immer eine Entscheidung – und die G20-Staaten haben die Macht, einen anderen Weg zu wählen." Nach Expertenangaben besaß die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung 2021 nur zwei Prozent des weltweiten Vermögens. Dagegen verfügten die reichsten zehn Prozent der Menschen über 76 Prozent.

Die G20 wurde nach der asiatischen Finanzkrise Ende der 1990er Jahre gegründet, um die Finanzpolitik zu koordinieren. Während der globalen Finanzkrise 2008 wurde das Forum auf die Ebene der Staats- und Regierungschefs erweitert.

(Bericht von Sfundo Parakozov, geschrieben von Hans Busemann; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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