Inflation steigt in mehreren Bundesländern - Viele Lebensmittel teurer

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Berlin (Reuters) -In Deutschland zeichnet sich erstmals in diesem Jahr ein Anstieg der Inflation ab. In Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen zogen die Verbraucherpreise im August um bis zu 2,5 Prozent zum Vorjahresmonat an und damit jeweils stärker als im Juli. Das teilten die Statistischen Landesämter am Freitag mit. In Hessen blieb die Teuerungsrate mit 2,4 Prozent unverändert. Das Statistische Bundesamt will auf Basis von Länderdaten am Nachmittag seine erste Schätzung zur bundesweiten Entwicklung der Verbraucherpreise im August veröffentlichen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen damit, dass die Inflationsrate auf 2,1 Prozent steigen wird. Im Juli und Juni lag sie bei 2,0 Prozent.

Viele Nahrungsmittel verteuerten sich im August erneut spürbar. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen etwa mussten die Verbraucher deutlich mehr für Bohnenkaffee (+24,4 Prozent) und Apfelsaft (+14,2 Prozent) bezahlen als ein Jahr zuvor. Obst verteuerte sich um durchschnittlich 9,6 Prozent - darunter Erdbeeren, Himbeeren oder Stachelbeeren um 19,4 Prozent. Auch für Gemüse wurde oftmals mehr verlangt. Die Preise für Gurken zogen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30,2 Prozent an, die für Tomaten um 26,9 Prozent. Dagegen wurde Energie zumeist billiger. In NRW kosteten beispielsweise Heizöl (–2,9 Prozent) und Dieselkraftstoff (–1,4 Prozent) weniger als im August 2024.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt in der Währungsunion mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Sie hat ihren Leitzins seit vergangenem Jahr achtmal gesenkt, weil der Preisdruck insgesamt nachgelassen hat. Im Juli legte sie dann eine Pause ein. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen gehen derzeit davon aus, dass die EZB auch im September ihre Geldpolitik nicht verändern wird.

(Bericht von Rene Wagner, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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