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Bitcoin: Hartnäckiger Kampf um 30.000 Dollar Marke - Dollar und Bitcoin-Marktdominanz im Fokus

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: 99Art/Shutterstock.com

Während die Aktienmärkte auch in dieser Woche von extremer Volatilität geprägt sind, haben sich die Wogen im Krypto-Sektor nach der historischen letzten Woche ein wenig geglättet. Der Zusammensturz des Projekts Terra Luna und dessen Stablecoin UST, der seine Deckung an den US-Dollar-Preis verloren hatte, hat in der letzten Woche die Stimmung der Krypto-Anleger ins Bodenlose fallen lassen und Bitcoin hat ein Jahrestief bei etwa 25.000 Dollar verkraften müssen.

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BTCUSD_2022-05-20_16-44-59.png · Quelle: tradingview

Seitdem konnte die älteste und nach Marktkapitalisierung bedeutendste Kryptowährung sich wieder zurück in Richtung der Marke von 30.000 Dollar kämpfen und versucht nun seit einigen Tagen, diese wieder als charttechnische Unterstützung zurückzuerobern. Ein Zeichen dafür, wie viel Pessimismus nun im Krypto-Markt eingepreist wurde, zeigt die relative Reaktionslosigkeit auf den fatalen Handelstag an der Wall Street am Mittwoch, an dem S&P 500 um 4 Prozent und Nasdaq gar um 5 Prozent eingebrochen sind.

Gerätselt wird nun, ob der heftige Kursrutsch am 12. Mai für Bitcoin bereits den Boden eines Bärenmarktes markiert hat, in dem das Asset sich aus Sicht einiger Experten bereits seit letztem Sommer befindet, oder ob es aufgrund der makro-ökonomischen Unsicherheiten und damit weiterem Abwärtspotenzial für die Finanzmärkte auch für Bitcoin noch weiter nach unten gehen kann.

Stärke des US-Dollars lässt vorerst nach

Blickt man auf den Dollar, mit dem Bitcoin in der Vergangenheit immer wieder Phasen einer starken Anti-Korrelation hatte, gibt der jüngste Rückgang des Greenbacks, gemessen am Dollar-Index USDX, der das Verhältnis des Dollars mit einigen wichtigen anderen Währungen von Industrieländern zeigt, weiteren Aufschluss über eine mögliche Trendumkehr. Von seinem Mehrjahreshoch ist der USDX zuletzt wieder knapp 2 Prozent zurückgekommen.

Die laufende Zinswende in den USA und die angekündigte Zinswende in Europa, sowie die anhaltenden Probleme durch die grassierende Inflation und die geopolitischen Risiken durch den Ukraine-Krieg halten die Finanzmärkte jedoch weiterhin in ihrem Bann und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession wird immer mehr eingepreist. Daher ist ein Ende der Schwächephase an den Finanzmärkten vorerst nicht am Horizont zu erkennen.

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Bitcoin-Marktdominanz im Auge behalten

Ein anhaltender Bärenmarkt im Krypto-Sektor dürfte sich nicht nur auf die Gesamtkursentwicklung auswirken, sondern auch wieder zu einer Verschiebung der Marktdominanz innerhalb des Sektors führen. Während des zurückliegenden Bullenmarktes ist die Marktdominanz im Bezug auf den Anteil an der Gesamtmarktkapitalisierung des Sektors bei Bitcoin von über 60 Prozent auf etwa 40 Prozent zurückgegangen. In der Vergangenheit hat sich dieses Verhältnis in einem Bärenmarkt immer wieder zugunsten von Bitcoin verändert, da Investoren ihr Kapital vermehrt aus Altcoins und hinein in Bitcoin fließen lassen.

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BTCdominanz.PNG · Quelle: coingecko

In den vergangenen Bärenmärkten war die Performance von Bitcoin im Vergleich zu dem überwiegenden Teil aller Altcoins wesentlich besser, auch wenn der Gesamtmarkt in den Keller gegangen ist. Bitcoin bietet sich in einem schwierigen Marktumfeld für Investoren, die ihr Kapital nicht ganz aus dem Sektor nehmen wollen, aufgrund seiner im Vergleich zu Altcoins besseren Liquidität und geringeren Volatilität als geeigneterer Ort für die Lagerung des Kapitals an.

Was heißt das für Investoren?

Bereits investierte Anleger bleiben ihrer langfristigen Strategie treu und müssen den derzeitigen Bärenmarkt aussitzen. Bis auf weiteres bleibt die Zinswende der Taktgeber für den gesamten Finanzmarkt, auch für den Krypto-Sektor. In einem Bärenmarkt performen Altcoins in der Regel deutlich schlechter als Bitcoin, daher muss man in schweren Marktphasen diese höhere Volatilität verkraften, wenn man in bullischen Marktphasen das teils wesentlich höhere Potenzial mitnehmen möchte.

Für Anleger, die einen Einstieg suchen, bleibt weiterhin der 200-Wochen-Trend von Bitcoin ein wichtiger Indikator, der derzeit bei etwa 22.000 Dollar verläuft und sich in der Vergangenheit als guter Einstiegspunkt in einem Bärenmarkt erwiesen hat.

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