Bundesbank: Wirtschaft weiterhin belastet

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Lieferengpässe und Krieg

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank im laufenden zweiten Quartal «allenfalls leicht zulegen».

«Einerseits dürften die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen den Dienstleistungsbereichen und den damit verbundenen Konsumausgaben einen kräftigen Schub verleihen», heißt es im Bundesbank-Monatsbericht Mai. «Andererseits verstärken die Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine die Belastungen durch hohe Teuerung und Lieferengpässe.»

Umfrage: Unternehmen fürchten weitere Verluste

Einer Umfrage der Bundesbank unter gut 500 Unternehmen zufolge erwartet die Industrie, dass infolge des Ukraine-Krieges die Produktionsverluste im zweiten Quartal 2022 noch zunehmen werden. Teilweise befürchten die Hersteller demnach noch bis ins Jahr 2024 hinein «merkliche Produktionsverluste durch Lieferengpässe».

Aktuell belasten hohe Energie- und Materialkosten sowie gestiegene Unsicherheit die Produktion in der Industrie und auf dem Bau. Die hohe Inflation bremst zudem den privaten Konsum. Im April 2022 lagen die Verbraucherpreise in Deutschland um 7,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit erreichte die Teuerungsrate den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990. In den alten Bundesländern wurde ein ähnlich hoher Wert im Herbst 1981 gemessen.

Inflationsrate im Mittel bei etwa sieben Prozent

«Angesichts anhaltend hoher Preise für Rohstoffe, Transportleistungen und andere Vorprodukte dürften die Verbraucherpreise auch in den nächsten Monaten stark steigen», prognostiziert die Bundesbank. «Vor dem Hintergrund der starken Teuerung auf den vorgelagerten Stufen dürfte die Inflationsrate aus heutiger Sicht im Mittel des laufenden Jahres bei etwa 7 Prozent liegen.»

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