Dax Tagesrückblick: Kräftige Abgaben zum Wochenausklang - Wasserstofftitel unter Druck

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Quelle: H-AB Photography/Shutterstock.com

Der deutsche Leitindex startete am Morgen nach schwachen US-Vorgaben (Eine sehr schwache Auktion für 30-jährige US-Staatsanleihen und Aussagen von Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank Fed, hatten am Vorabend die US-Börsen belastet) mit einer Abwärtskurslücke in den Handel, konnte sich aber im Bereich um 15.250 Punkte stabilisieren.

Am Nachmittag gab es dann eine weitere Verkaufswelle bis auf 15.170 Punkte bevor kurz vor Handelsschluss eine Erholung einsetzte. Am Ende des Tages stand ein Minus von 118 Punkten auf 15.234 Punkte zu Buche. Er reduzierte damit den Wochengewinn auf 0,3 Prozent. In der Vorwoche hatte das Börsenbarometer noch kräftig zugelegt.

Den Aussagen von Powell zufolge ist die Fed nicht völlig davon überzeugt, die Geldpolitik ausreichend gestrafft zu haben. Der Notenbankvorsitzende versicherte, man werde nicht zögern, die Zinsen nochmal anzuheben, wenn es sich als angemessen erweisen sollte.

Allianz im Fokus

Die Saison der Quartalsbilanzen ging am Freitag mit den Zahlen von Allianz weiter. Die Titel des Versicherers schlossen leicht im Minus. Die schweren Unwetter in Deutschland, Italien und Österreich sind dem Konzern im Sommer teuer zu stehen gekommen.

In dem schwächeren Marktumfeld dominierten negative Kursreaktionen. Bechtle gehörten mit minus 5,2 Prozent zu den größeren Kursverlierern. Der IT-Dienstleister blieb zuletzt mit dem Umsatz hinter den Erwartungen zurück.

Den Aktien aus dem Konzerngefüge von United Internet half es nicht, dass der Mutterkonzern dank einer guten Entwicklung der Webhosting-Tochter Ionos künftig mehr Gewinn erwartet. Ionos und die Aktien der United-Internet-Mobilfunktochter 1&1 verloren gut drei Prozent, United Internet sogar mehr als sieben Prozent. Beim operativen Ergebnis im dritten Quartal hatten alle drei Unternehmen die Erwartungen verfehlt.

Varta überzeugt

Besser erging es dagegen Varta mit einer Erholung von fünf Prozent. Hier kam gut an, dass sich der kriselnde Batteriekonzern nach einem ordentlichen dritten Quartal in der Spur zu seinen Jahreszielen sieht.

Wasserstoffsektor unter Druck

Unter Druck standen ferner Unternehmen, die mit Wasserstoff ihr Geld verdienen. Der Brennstoffzellen-Spezialist Plug Power aus den USA warnte im Zuge des Quartalsberichts vor Lieferproblemen und Liquiditätsabflüssen. Dies wirkte sich auch bei deutschen Sektorwerten negativ aus: Thyssenkrupp Nucera und SFC Energy sackten um 5,5 beziehungsweise 4,1 Prozent ab. (mit Material von dpa-AFX)

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