SAP: Geht noch mehr? – Deutsche Bank: Kaufen nach Gewinnplus? – Daimler Truck: Ausbruch nachhaltig?

SAP erreicht nach den Zahlen ein neues Allzeithoch: Was ist noch drin?
SAP wird zur Nvidia-Aktie des Dax. Deutschlands erfolgreichstes Unternehmen der IT überzeugt mit einer strategisch klaren Linie: Konzentration auf Cloud, Verzicht auf ein eigenes KI-System, aber Anwendung von anderen KI-Systemen in seiner Kundschaft. In der Regel im Rahmen der Cloud-Verträge.
252 Milliarden Euro Marktwert für einen geschätzten Zielumsatz von 38 bis 42 Milliarden Euro per 2025/26 und eine ebenfalls klare Gewinntendenz mit einem KGV von 35 ergeben ein robustes Meinungsbild zugunsten von SAP.
Folge: Dabei sein ist richtig. Den Kursgewinnen hinterherlaufen ist leichtfertig und eine technische Korrektur wäre der nächste Ansatz für Neu- oder Zukäufe. Kurse bis 260/270 € sind denkbar.
Deutsche Bank erzielt dank Postbank-Einigung ein kräftiges Gewinnplus im dritten Quartal: Was steht einer positiven Entwicklung der Aktie noch im Weg?
Die Deutsche Bank berichtet soeben über einen besseren Gewinn, der jedoch nur ein Einmalergebnis der Postbank-Einigung darstellt. Das Gesamtergebnis der Bank ist befriedigend und liegt im Rahmen der EU-Konkurrenz. Damit ist ein positiver Trend für die Aktie anzunehmen, aber es fehlt die weitergehende Fantasie, wie die Deutsche Bank ihre internationale Rolle auszubauen beabsichtigt - sowohl vertikal wie horizontal.
Es geht also um strategische Entscheidungen und nicht um das Tagesgeschäft. Bei einer deutlichen Unterbewertung aller Kriterien gegenüber der EU-Konkurrenz entsteht zumindest ein beträchtliches Erholungspotenzial. Das reicht zunächst bis zu Kursen um 20 bis 22 Euro.
Ist der Ausbruch der Daimler-Truck-Aktie nachhaltig?
Alle LKW-Unternehmen der Welt müssen sich in extrem zyklischen Märkten behaupten. Die Investitionen aller LKW-Nutzer verhalten sich ebenso in der Beschaffung neuer Geräte. Daran ist erkennbar, wie weit diese Investitionsneigung reicht und darin steckt wiederum die nächste Konjunktureinschätzung auf lange Sicht.
Aus diesem Grunde waren alle LKW-Produzenten in den letzten Monaten die Verlierer und bauen sich nun nach diesen Korrekturen als neue Frühindikatoren für die Wirtschaft auf. Das gilt in den USA für Paccar wie für Volvo oder die zwei deutschen Traton und Daimler Truck. Auch Iveco gehört dazu. Das kann man spielen.