Dax vor US-Jobdaten nur wenig bewegt – Deutsche Telekom nach Kaufempfehlung stark

Vor wichtigen US-Arbeitsmarktdaten halten sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt auch am Freitag zunächst zurück. Der Dax notierte im frühen Handel mit 20.338 Punkten nur knapp Punkte über seinen Vortagesschluss. Im Blick steht die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend, die aktuell bei 20.197 Punkten verläuft und als Unterstützung dient.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten gab um 0,23 Prozent auf 25.521 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kam kaum von der Stelle.
Zur Wochenmitte hatte sich der Dax noch seinem Rekordhoch von Mitte Dezember bei 20.522 Punkten angenähert, bevor der designierte US-Präsident Donald Trump mit erneuten Drohgebärden in Richtung hoher Einfuhrzölle der guten Stimmung einen Dämpfer verpasste.
Das Marktumfeld sei schwierig, konstatierten die Ökonomen der Helaba und verwiesen auf die Inflations- und Konjunktursorgen, den fortgesetzten Rendite-Anstieg und Unsicherheiten über die Handelspolitik von Trump.Für die US-Geldpolitik wird heute der monatliche US-Arbeitsmarktbericht für Dezember um 14.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit wichtig.
Ein starker Arbeitsmarktbericht könnte die ohnehin schon schwindenden Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen zusätzlich ausbremsen.
Sollten die Löhne weiter steigen, werde die US-Notenbank kaum anders können, als Zinssenkungen nach hinten zu verschieben.
Deutsche Telekom: Aktie nimmt Kurs auf Mehrjahreshoch - UBS positiv
Eine Kaufempfehlung durch die Schweizer Großbank UBS hat die Deutsche-Telekom-Aktie am Freitag zurück über ihre 21-Tage-Linie getrieben. Unter diesem Trendindikator, der aktuell bei 29,49 Euro verläuft, waren sie während ihrer jüngsten Korrektur vom Hoch seit 2001 gefallen. Am Freitagvormittag kosteten die Aktien zuletzt 29,67 Euro und damit1,4 Prozent mehr als tags zuvor.
UBS-Analyst Polo Tang hob das Kursziel von 31 auf 33 Euro an und sieht damit noch Spielraum über das im Dezember erreichte Mehrjahreshoch hinaus. Entsprechend stuft er die Papiere nun mit Buy ein, statt mit Neutral. Der Experte sieht einen guten Einstiegszeitpunkt in ein Unternehmen, das einen wesentlichen Teil des operativen Gewinns in den USA einfahre. Dort ist die Tochter T-Mobile US ein Platzhirsch.
Redaktion onvista/dpa-AFX