Börse am Morgen 24.01.2025

Dax nähert sich 21.500 Punkten – Bilfinger nimmt Vorjahreshoch ins Visier

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Der Dax hat seine Rekordjagd am Freitag fortgesetzt. Allerdings reichte es für die Marke von 21.500 Punkten nicht ganz, die vorbörslich im Blick stand. Nach gut einer Stunde Handel liegt der Leitindex mit 0,37 Prozent im Plus bei 21.490 Punkten.

Der Dax-Gewinn im noch jungen Jahr 2025 ist durch den weiteren Anstieg bereits auf fast acht Prozent angeschwollen. Allein in dieser Woche hat der Dax dazu schon ein Plus von annähernd drei Prozent beigetragen. Weiteren Auftrieb gab zu Wochenschluss die anhaltende Erholungsrally an der Wall Street, die am Vorabend dem marktbreiten S&P 500 bereits zu neuen Rekordhöhen verholfen hat.

Der Start der Trump-Präsidentschaft treibt seit Tagen die Kurse an. Sein jüngster Ruf nach niedrigeren Ölpreisen und Zinssenkungen habe bei den Anlegern für noch mehr Risikobereitschaft gesorgt, hieß es bei der Commerzbank. Bezüglich des Dax stellt sich die Helaba die Frage, wie lange die Zuversicht noch anhält und die Perspektive sinkender EZB-Leitzinsen für Unterstützung sorgen kann.

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Bilfinger mit Vorjahreshoch im Visier – Deutsche Bank optimistisch

Die Deutsche Bank hat die Bilfinger-Aktie am Freitag als kurzfristige Kaufidee vorgestellt. Die Aktie des Industriedienstleisters nahm weiter Kurs auf ihr Vorjahreshoch, das bei 52,40 Euro lag. Nach gut einer Stunde Xetra-Handel stieg die Aktie um 0,2 Prozent auf 49,10 Euro.

Deutsche-Bank-Analyst Michael Kuhn sieht kurzfristig mehr Chancen als Risiken. Denn das angelaufene Aktienrückkaufprogramm biete ordentlich Unterstützung und die Erwartungen an den Bericht zum vierten Quartal seien nicht gerade ambitioniert. Kuhns Kursziel liegt bei 59 Euro. Seine grundsätzliche Einstufung lautet ohnehin Buy.

Baubranche in Deutschland erneut mit Auftragsplus

Die schwächelnde Baubranche in Deutschland darf sich den zweiten Monat in Folge über mehr neue Aufträge freuen. Im November 2024 verbuchte das Bauhauptgewerbe sowohl zum Oktober (plus 7,9 Prozent) als auch zum Vorjahresmonat (plus 16,6 Prozent) ein reales Plus.

Zudem war der November nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 11,5 Milliarden Euro der umsatzstärkste Monat des vergangenen Jahres – auch wenn die Erlöse weiterhin unter dem Niveau des Jahres 2023 lagen.

Kaum Wachstumsimpulse vom Bausektor

Auf Jahressicht fällt die Bilanz allerdings trüber aus: In den ersten elf Monaten 2024 sanken die kalenderbereinigten Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 0,6 Prozent. Die Umsätze lagen real um 1,1 Prozent niedriger als in den ersten elf Monaten 2023.

Die Bundesbank geht in ihrem jüngsten Monatsbericht davon aus, dass die anhaltende Wirtschaftsflaute in Deutschland auch daher rührt, dass der Bausektor zum Jahresende kaum Wachstumsimpulse geliefert hat.

Sinkende Zinsen machen der Branche jedoch Hoffnung: Wenn Immobilienkredite günstiger werden, kurbelt das die Nachfrage an. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau).

Redaktion onvista/dpa-AFX

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