US-Gesandter sagt Reise in den Südlibanon nach Protesten ab

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Beirut (Reuters) - Nach Protesten im Südlibanon hat der US-Gesandte Thomas Barrack seinen geplanten Besuch in der Region abgesagt.

Hunderte Menschen demonstrierten in der Küstenstadt Tyros und Khiyam im Südosten des Landes gegen die Visite des Diplomaten, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur am Mittwoch meldete. Sein Besuch sei deswegen abgesagt worden.

Auslöser der Demonstrationen waren Äußerungen des US-Vertreters vom Vortag, in denen er libanesische Reporter öffentlich beschimpfte. Auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Beirut sagte Barrack, er werde gehen, wenn sie sich nicht "zivilisiert, freundlich und tolerant verhalten". Viele Libanesen empfanden die Äußerungen als respektlos. Aufnahmen in sozialen Medien und Zeugen zufolge trugen die Demonstranten Transparente mit der Aufschrift "Tod für Amerika". Sie schwenkten zudem die Flaggen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und ihres schiitischen Verbündeten, der Amal-Bewegung.

Der Widerstand im Südlibanon könnte die Bemühungen der USA erschweren, einen Plan zur Entwaffnung der Hisbollah durchzusetzen. Dieser ist das Ergebnis eines von den USA im November vermittelten Waffenstillstands zwischen dem Libanon und Israel. Dem ging ein mehr als einjähriger Konflikt voraus, der durch den Krieg in Gaza ausgelöst wurde. Die US-Regierung verknüpft den Plan mit einem schrittweisen israelischen Abzug aus dem Südlibanon. Zudem wirbt sie für eine von den USA und den Golfstaaten unterstützte Wirtschaftsentwicklungszone im Süden des Libanon. Diese soll die Abhängigkeit der Hisbollah von iranischer Finanzierung verringern. Die Miliz hat eine Abgabe ihrer Waffen jedoch wiederholt abgelehnt.

(Bericht von Jana Choukeir, geschrieben von Philipp Krach.; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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