dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.08.2025 - 17.00 Uhr

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USA: Konsumausgaben und Einkommen legen im Juli etwas stärker zu als im Vormonat

WASHINGTON - In den USA sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Juli etwas stärker gestiegen als im Juni. Zum Vormonat legten sie um 0,5 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit diesem Wert gerechnet. Derweil wurde der Anstieg im Juni leicht auf 0,4 Prozent nach oben revidiert.

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich ein

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im August etwas stärker eingetrübt als erwartet. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel um 3,5 Punkte auf 58,2 Punkte, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung von 58,6 Punkten gerechnet.

ROUNDUP 2: Inflationsrate steigt auf 2,2 Prozent - Lebensmittel teur

WIESBADEN - Das Leben in Deutschland hat sich im August wieder stärker verteuert. Die Verbraucherpreise lagen um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilt. Für Juni und Juli hatten die Wiesbadener Statistiker noch jeweils eine Inflationsrate von 2,0 Prozent errechnet. Von Juli auf August des laufenden Jahres stiegen die Preise um 0,1 Prozent. Nach Einschätzung von Volkswirten müssen sich die Menschen hierzulande auch für die kommenden Monate auf Teuerungsraten über der Zwei-Prozent-Marke einstellen.

Frankreichs niedrige Inflation schwächt sich überraschend ab

PARIS - In Frankreich bleibt die Inflation im europäischen Vergleich weiter niedrig. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im August im Jahresvergleich um 0,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer ersten Schätzung mitteilte. Damit hat sich die Teuerung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone etwas abgeschwächt, nachdem die Jahresrate in den beiden Monaten zuvor 0,9 Prozent betragen hatte. Analysten hatten im Schnitt einen unveränderten Wert erwartet.

Italien: Inflation verharrt unerwartet auf 1,7 Prozent

ROM - In Italien ist die Inflationsrate im August überraschend konstant geblieben. Die nach europäischem Standard erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) legten auf Jahressicht erneut um 1,7 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat am Freitag in Rom nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten damit gerechnet, dass die Teuerung nach einem leichten Rückgang auf 1,7 Prozent im Juli wieder moderat auf 1,8 Prozent anzieht.

Spanien: Inflation verharrt überraschend auf 2,7 Prozent

MADRID - In Spanien hat sich die Inflation im August überraschend nicht verändert. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Jahresvergleich um 2,7 Prozent, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Bereits im Vormonat hatte die Jahresrate auf diesem Niveau gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 2,8 Prozent gerechnet.

Deutschland: Einfuhrpreise fallen weiter dank günstiger Energiekosten

WIESBADEN - Die Preise für nach Deutschland importierte Güter sind im Juli auch dank günstiger Energiekosten weiter gesunken. Im Jahresvergleich fielen die Einfuhrpreise um 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Es ist bereits der vierte Rückgang in Folge. Volkswirte hatten nur einen Preisdämpfer von 1,2 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich gingen die Importpreise um 0,4 Prozent zurück, während Experten einen Rückgang um 0,3 erwartet hatten.

Deutscher Einzelhandel startet schwach ins 2. Halbjahr - 'eher Geld für Urlaub'

WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel ist überraschend schwach in das zweite Halbjahr gestartet. Im Juli seien die Umsätze preisbereinigt um 1,5 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Analysten wurden vom Dämpfer überrascht. Sie hatten im Schnitt eine stabile Entwicklung erwartet, nachdem die Erlöse im Juni um 1,0 Prozent gestiegen waren.

ROUNDUP 2: Zahl der Arbeitslosen erstmals seit 2015 über drei Millionen

NÜRNBERG - Die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt erstmals seit mehr als zehn Jahren auf über drei Millionen Menschen. Die Zahl der Arbeitslosen erhöht sich im August im Vergleich zum Vormonat um 46.000 auf 3,025 Millionen Menschen. Das seien 153.000 mehr als im August 2024, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Über der Grenze von drei Millionen lag die Zahl der Arbeitslosen zum letzten Mal im Februar 2015.

Japan: Inflation im Großraum Tokio schwächt sich weiter ab

TOKIO - Ein fortgesetzter Rückgang der Inflation im Großraum Tokio dämpft die Erwartungen in puncto einer Zinserhöhung durch die japanische Zentralbank. Im August stiegen die Verbraucherpreise in der Hauptstadt ohne Frischwaren im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, wie die Regierung am Freitag in Tokio mitteilte. Im Juli hatte die Teuerung noch bei 2,9 Prozent gelegen, im Juni bei 3,1 und im Mai bei 3,6 Prozent. Die Inflation bewegt sich damit weiter in Richtung der von der japanischen Notenbank angepeilten Zielmarkt von zwei Prozent. Analysten hatten den Rückgang der Teuerung im August in dieser Größenordnung erwartet.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/la

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