Fraport kündigt Sparprogramm wegen Coronavirus an

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Das Coronavirus hat die Luftfahrtbranche fest im Griff: Nach der Lufthansa leitet auch der Flughafenbetreiber Fraport Sparmaßnahmen ein.

Die Verwaltungs- und Betriebskosten würden gesenkt, neue Mitarbeiter nur noch in Einzelfällen eingestellt, teilte der Betreiber des Flughafens in Frankfurt am Donnerstag mit, ohne die Pläne genau zu beziffern. Den Beschäftigten werde angeboten, unbezahlten Urlaub zu nehmen oder ihre Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren. "Fraport überprüft die derzeitigen Maßnahmen kontinuierlich und wird diese gegebenenfalls anpassen." Die Ergebnisbelastungen seien derzeit noch nicht absehbar.

Fluglinien rund um den Globus haben Flüge von und nach China gestrichen. Dort nahm die Corona-Kranheitswelle ihren Anfang, inzwischen ist sie aber auch nach Europa geschwappt. Das Passagier- und Frachtgeschäft mit China und Asien sei massiv eingebrochen, erläuterte Fraport. Das treffe auch das Drehkreuz in Frankfurt - vom Flugbetrieb bis zum Umsatz der Geschäfte am Flughafen, an dem Fraport beteiligt ist. "Mit den aktuell beschlossenen Maßnahmen reagieren wir frühzeitig auf die schwierige Situation und können so rechtzeitig gegensteuern", erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte. Die im Nebenwerteindex MDax notieren Aktien brachen um mehr als drei Prozent auf 60,38 Euro ein, der tiefste Stand seit drei Jahren.

Zuletzt hatte die Lufthansa wegen des Coronavirus ähnliche Sparmaßnahmen angekündigt - Neueinstellungen werden ausgesetzt oder verschoben, unbezahlter Urlaub und Teilzeit angeboten. Die Lufthansa-Gruppe hat bis zum Ende des Winterflugplans Ende März alle Passagierflüge nach Festland-China ausgesetzt.

Die Luftfahrt befürchtet große Einbußen, wenn es zu einer noch monatelangen andauernden europaweiten Epidemie kommen sollte. Der internationale Airline-Verband IATA warnte vergangene Woche – noch vor der starken Ausbreitung in Italien –, die Nachfrage werde in diesem Jahr um 0,6 Prozent sinken statt wie zuvor angenommen um knapp fünf Prozent wachsen.

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