Devisenmarkt

EUR/USD nimmt Parität ins Visier - Pfund mit Comeback

onvista · Uhr
Quelle: Tamer Adel Soliman/Shutterstock.com

Es fehlten am Nachmittag zeitweise nur 25 Pips bis zur viel diskutierten Parität zum US-Dollar: EUR/USD hat am Dienstag von schwachen Konjunkturdaten aus den USA profitiert. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 0,9955 US-Dollar, gut einen halben Cent mehr als am Vorabend.

US-Makrodaten schwächer

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,9861 (Montag: 0,9851) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0141 (1,0151) Euro. Schwache US-Konjunkturdaten ließen am Nachmittag die Hoffnung keimen, dass die US-Notenbank Fed künftig ihre Leitzinsen weniger stark anheben wird. So stiegen die US-Häuserpreise laut dem S&P Case-Shiller-Index im August weniger stark als von Analysten erwartet.

Zudem nahm das Verbrauchervertrauen im Oktober überraschend stark ab. Beide Kennziffern deuten auf eine sich abkühlende US-Wirtschaft hin.Darüber hinaus rückt diese Woche vor allem der Zinsentscheid der EZB in den Blickpunkt, wie Antje Praefcke, Devisenexpertin der Commerzbank, schrieb. Bei der Sitzung wird mit einer deutlichen Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte gerechnet. Nach Einschätzung von Praefcke muss die EZB im Kampf gegen die hohe Inflation entschlossen handeln.

Jüngste Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaft auf dem Weg in die Rezession befindet. Das unterstrich auch das Ifo-Geschäftsklima, das im Oktober auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020 absackte. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer trübte sich allerdings nur geringfügig ein, während Experten einen stärkeren Rückgang erwartet hatten. Am Devisenmarkt schlugen die Neuigkeiten keine Wellen.

Neuer PM beflügelt das Pfund

Deutlich im Plus lag erneut das britische Pfund, nachdem Rishi Sunak zum neuen Premierminister ernannt wurde. Nach seiner Wahl werde er versuchen, die Stimmung an den Märkten weiter zu beruhigen, schrieben die Experten der Deka-Bank. Am Anleihemarkt zeichnen sich ihnen zufolge bereits Vorschusslorbeeren für Sunak ab. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87143 (0,87070) britische Pfund, 146,84 (146,76) japanische Yen und 0,9888 (0,9856) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag zum Preis von 1654 Dollar gehandelt. Das waren rund 4 Dollar mehr als am Vortag.  (mit Material von dpa-AFX)

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