Dax Vorbörse heute 24. Februar 2023: Dax vorbörslich moderat im Plus

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Der Dax steuert am Freitag auf moderate Kursgewinne zu. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex einen Anstieg um 0,2 Prozent auf 15.511 Punkte. Damit könnte eine richtungslose Woche, für die sich ein minimales Plus abzeichnet, versöhnlich ausklingen. Bestimmend bleiben auf der einen Seite Zins- und damit auch Konjunktursorgen, gleichzeitig hoffen Anleger aber auf darauf, dass sich die Wirtschaftslage nicht zu sehr eintrübt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Freitag ebenfalls ein wenig höher erwartet.

"Es ist erstaunlich, wie autonom sich der Dax bewegt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vomn QC Partners. "Der Einfluss der Wall Street auf den Dax ist im Moment kaum wahrnehmbar." Der aktuelle Seitwärtsverlauf sei aber für viele "psychologisch eine Qual". Die Entscheidung zwischen Gewinnmitnahmen und Durchhalten falle schwer, Verkäufe und Käufe hielten sich die Waage.

Einzelwerte im Überblick

Am deutschen Aktienmarkt steht der Chemiekonzern BASF mit der vorzeitigen Beendigung eines Aktienrückkaufprogramms sowie der Ankündigung von Stellenstreichungen im Fokus. Ersteres dürfte ebenso wie der Ausblick erst einmal belasten, befürchtet ein Händler. Die im Rahmen endgültiger Jahreszahlen angekündigte Dividende bleibe indes wie am Markt erhofft auf Vorjahresniveau, sodass die Aktie sich im weiteren Handelsverlauf erholen könnte. Analysten hatten indes im Schnitt mit einer moderaten Anhebung der Gewinnausschüttung gerechnet. Vorbörslich verloren die BASF-Titel knapp zwei Prozent.

Dagegen rechnen Beobachter beim in keinem wichtigen Index gelisteten Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer mit Kursgewinnen. Das Unternehmen übertreffe sowohl mit den vorläufigen Jahreszahlen als auch mit den Zielen für 2023 die Konsensschätzungen, hieß es.

Gewinne an der Wall Street

Zinssorgen einerseits und die Freude über gute Perspektiven für den Chipkonzern Nvidia andererseits haben am Donnerstag den Anlegern am US-Aktienmarkt eine Richtungsentscheidung lange erschwert. Am Ende des Tages überwog wohl die Zuversicht, dass ungeachtet steigender Zinsen eine harte Landung für die US-Wirtschaft noch vermieden werden kann.

Insgesamt aber bleiben die Zinssorgen am Markt dominant. Der Leitindex Dow Jones Industrial sank zeitweise auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Zum Börsenschluss sah es aber mit einem Zuwachs von 0,33 Prozent auf 33.153,91 Punkte wieder besser aus.

Asiens Börsen uneinheitlich

Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Freitag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Die Erholung an den US-Börsen sorgte für etwas Rückenwind. In Tokio schloss der Nikkei 225 mit 1,3 Prozent fester nach der Feiertagspause am Vortag. Der techwertelastige Hongkonger Hang-Seng-Index sank hingegen um 1,4 Prozent und der CSI-Index  mit den 300 wichtigsten Werten der Börsen Shanghai und Shenzhen gab um rund ein Prozent nach.

Renten

Bund-Future                    135,06          0,17%

Devisen: Euro notiert stabil bei 1,06 US-Dollar

Der Euro hat am Freitagmorgen stabil an der Marke von 1,06 US-Dollar notiert. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,0598 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,0616 Dollar festgesetzt.

Vor dem Wochenende dürften am Devisenmarkt vor allem Konjunkturdaten aus den USA von Interesse sein. Veröffentlicht wird etwa das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß PCE. Zudem werden Zahlen zu den Konsumausgaben, zur Verbraucherstimmung und vom Immobilienmarkt erwartet. In Deutschland stehen ebenfalls Umfrageresultate zur Konsumstimmung und Wachstumsdaten auf dem Programm./

Euro/USD                               1,0601                                 -0,02     

USD/Yen                             134,5565                               -0,06                      

Euro/Yen                             142,6430                               -0,09\°

Ölpreise legen weiter zu

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel ihre Aufschläge vom Vortag ausgebaut. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 82,85 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent auf 75,6 Dollar.

Mit den jüngsten Gewinnen haben die Erdölpreise ihre Verluste von der ersten Wochenhälfte etwas verringert. Unter dem Strich bleibt aber noch ein Wochenverlust. Für Belastung hatte zuletzt vor allem der stärkere Dollar gesorgt, da er das in der US-Währung gehandelte Rohöl für Interessenten aus anderen Währungsgebieten rechnerisch verteuert. Die Nachfrage von dort geht daher tendenziell zurück.

Hintergrund der Dollar-Stärke ist vor allem die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen stärker anheben könnte als bisher erwartet. Denn die hohe Inflation geht in den USA wie auch andernorts nur langsam zurück. Zudem hat sich die Konjunktur in vielen größeren Volkswirtschaften besser geschlagen als angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs befürchtet worden war.

Brent                              82,81             0,60 USD

WTI                                75,95             0,56 USD\°

Umstufungen von Aktien

- BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR FMC AUF 34 (32) EUR - 'EQUAL WEIGHT'

- BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR AUTO1 AUF 8 (8,80) EUR - 'EQUAL WEIGHT'

- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR JENOPTIK AUF 38 (35) EUR - 'BUY'

- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR MUNICH RE AUF 365 (324) EUR - 'BUY'

- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR STEMMER IMAGING AUF 50 (45) EUR - 'BUY'

- BOFA HEBT ZIEL FÜR FREENET AUF 30 (28) EUR - 'BUY'

- BOFA HEBT ZIEL FÜR HEIDELBERG MATERIALS AUF 72 (63) EUR - 'NEUTRAL'

- BOFA HEBT ZIEL FÜR HENSOLDT AUF 30 (25) EUR - 'NEUTRAL'

- CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR DEUTSCHE TELEKOM AUF 25 (23) EUR - 'OUTPERFORM'

- DEUTSCHE BANK RESEARCH HEBT ZIEL FÜR HEIDELBERG MATERIALS AUF 66(60)EUR 'HOLD'

- DEUTSCHE BANK RESEARCH HEBT ZIEL FÜR HENSOLDT AUF 29 (27) EUR - 'BUY'

- GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR COMMERZBANK AUF 14,10 (11) EUR - 'NEUTRAL'

- GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR TELEFONICA DEUTSCHLAND AUF 2,20 (2) EUR - 'SELL'

- JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR GERRESHEIMER AUF 67,80 (65,50) EUR - 'NEUTRAL'

- RBC HEBT ZIEL FÜR PUMA SE AUF 73 (65) EUR - 'OUTPERFORM'

- WDH/GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR SIEMENS ENERGY AUF 25,30 (25,70) EUR - 'BUY'

- WDH/JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR MUNICH RE AUF 350 (355) EUR - 'OVERWEIGHT'

- CITIGROUP SENKT DOMINO'S PIZZA AUF 'NEUTRAL' - ZIEL 316 USD

- BARCLAYS SENKT EBUSCO AUF 'EQUAL WEIGHT' (OVERWEIGHT) - ZIEL 16 (35) EUR

- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR AIR LIQUIDE AUF 150 (140) EUR - 'HOLD'

- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR AXA AUF 33,00 (32,20) EUR - 'BUY'

- BOFA HEBT ZIEL FÜR ALIBABA AUF 144 (142) USD - 'BUY'

- GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR ENI AUF 18 (19) EUR - 'BUY'

- JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR DO & CO AUF 145 (125) EUR - 'BUY'

- JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR STELLANTIS AUF 21 (18) EUR - 'BUY'

- JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR AXA AUF 35 (34) EUR - 'OVERWEIGHT'

- JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR BBVA AUF 8,10 (7,30) EUR - 'NEUTRAL'

- JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR ROLLS-ROYCE AUF 90 (70) PENCE - 'UNDERWEIGHT'

- JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR SANTANDER AUF 4,20 (4,10) EUR - 'NEUTRAL'

- JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR VALEO AUF 23 (22) EUR - 'OVERWEIGHT'

- STIFEL HEBT ACCOR AUF 'HOLD' (SELL) - ZIEL 32 (20) EUR

Termine Unternehmen

06:00 CHE: Bucher, Jahreszahlen

06:30 CHE: Holcim, Jahreszahlen

07:00 DEU: BASF, Jahreszahlen (detailliert) (10.45 Pk, 8.00 Analystencall)

08:00 GBR: International Airlines Group (IAG), Jahreszahlen

09:00 ESP: Endesa, Jahreszahlen

09:30 DEU: Rolls Royce Power Systems, Jahres-Pk

10:00 DEU: Metro AG, Hauptversammlung (online)

10:00 AUT: Palfinger, Bilanz-Pk, Wien

Termine Unternehmen ohne Zeitangabe

CHE: ABB Group, Geschäftsbericht

ITA: Juventus Football Club, Halbjahreszahlen

Termine Konjunktur

00:30 JPN: Verbraucherpreise 01/23

01:01 GBR: GfK Verbrauchervertrauen 02/23

08:00 DEU: BIP Q4/22 (2. Veröffentlichung) sowie Maastricht-Defizitquote 2022

08:00 DEU: Statistisches Bundesamt zu Bauhauptgewerbe (Auftragseingangs- und Umsatzindex), Dezember und Jahr 2022

08:00 DEU: GfK Verbrauchervertrauen 03/23

08:45 FRA: Verbrauchervertrauen 02/23

09:00 ESP: Erzeugerpreise 01/23

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 01/23

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 01/23

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 02/23 (endgültig)

EUR: Fitch Ratingergebnis Niederlande

EUR: S&P Ratingergebnis Nordrhein-Westfalen, Österreich

EUR: Moody's Ratingergebnis Schweden, Österreich

Sonstige Termine

08:45 IND: G20-Finanzminister-Treffen. Finanzminister und Zentralbankchefs der G20-Staaten treffen sich in Indien. Ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine könnte sie dabei unter anderem die hohe Verschuldung von armen Ländern beschäftigen; unter anderem mit Pk von Bundesbankpräsident Nagel und Bundesfinanzminister Lindner (8.45)

09:00 DEU: BGH prüft: Brauchen Wohnungseigentümer nach neuem Recht für jede bauliche Veränderung einen Beschluss der Gemeinschaft?, Karlsruhe

DEU: Verkündung einer Entscheidung des Landgerichts Detmold im Fall der Klage eines Bio-Bauern aus Detmold gegen VW, Detmold

ITA: Italiens Telekommunikationskonzern Tim berät weiter über Angebot von KKR, Rom

EST: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Nato-Generalsekretär Stoltenberg besuchen Estland

Redaktion onvista/dpa-AFX