Vorbörse: Wall Street im Angst-Modus – Dax gibt weiter ab – Wirecard mit soliden Zahlen

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Vorbörse: Wall Street im Angst-Modus – Dax gibt weiter ab – Wirecard mit soliden Zahlen

DEUTSCHLAND: – VERLUSTE – Vor dem Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag scheint der Dax unter Druck zu bleiben: Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Donnerstag knapp zwei Stunden vor dem Start des Xetra-Handels weitere 0,65 Prozent tiefer auf 10.474 Punkte. Damit büßt er im Wochenverlauf bereits rund vier Prozent ein. „Die Hoffnungen auf eine schnelle, V-förmige Erholung in wichtigen Wirtschaftsnationen schwinden immer mehr“, erklärte Marktstratege Michael McCarthy von CMC Markets. Die Folge: Aktienkurse, Öl- und Metallpreise fallen, und die Anleger suchen in vermeintlichen sichereren Häfen wie Anleihen, Gold oder dem japanischen Yen ihr Glück, so der Experte. Für Mollstimmung am US-Aktienmarkt sorgte auch Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Seiner Ansicht nach könnten weitere Konjunkturhilfen als Reaktion auf die Corona-Krise nötig sein, um die Wirtschaft des Landes zu stützen. Zudem hatte Donald Trump einmal mehr Stimmung gegen China gemacht. Der Präsident der Vereinigten Staaten wirft China vor, die Corona-Pandemie verschuldet zu haben. Dies befeuerte zuletzt die Sorgen vor einem Wiederaufflammen des Handelskriegs zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften der Welt.

WIRECARD: – WACHSTUM LÄSST NACH – Der in der Kritik stehende Zahlungsdienstleister Wirecard hat im ersten Quartal etwas weniger Wachstum erzielt als in den Vorquartalen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte im Vorjahresvergleich um 26 Prozent auf 199,2 Millionen Euro zu. Im Vorquartal war das Ergebnis noch um über 40 Prozent gewachsen. Um Einmalaufwendungen bereinigt wäre das operative Ergebnis im ersten Quartal um 29 Prozent auf 204 Millionen Euro gestiegen, rechnete das Unternehmen vor. Die Jahresprognose für das operative Ergebnis bestätigte Wirecard erneut. „Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Finanzchef Alexander von Knoop zum Umsatzplus von 24 Prozent auf 700,2 Millionen Euro. Allerdings hätten die Covid-19-Auswirkungen einen negativen Effekt auf das Geschäft mit den wichtigen Kunden bei Fluggesellschaften und aus der Reisebranche gehabt. „Diese Effekte konnten wir weitestgehend durch Zuwächse im Online-Geschäft in den Bereichen Konsum- und Digitale Güter ausgleichen“, sagte von Knoop. „Unser Neukundengeschäft entwickelt sich weiterhin stark.“

USA: – VERLUSTE – Die US-Aktienmärkte haben ihre steile Talfahrt vom Vortag am Mittwoch fortgesetzt. Belastet wurden die Börsen von fallenden Ölpreisen, wieder zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China in der Corona-Krise sowie Äußerungen vom US-Notenbankchef Jerome Powell. Der Fed-Vorsitzende warnte vor ungewissen wirtschaftlichen Aussichten und hohen Risiken wegen der Pandemie. Der Dow Jones Industrial fiel im Verlauf auf den tiefsten Stand seit drei Wochen und schloss mit einem Minus von 2,17 Prozent bei 23.247,97 Punkten. Bereits am Vortag hatte der Leitindex fast 2 Prozent eingebüßt.

Knock-Outs zum Ölpreis Brent

Kurserwartung
Ölpreis Brent -Rohstoff wird steigen
Ölpreis Brent -Rohstoff wird fallen
Höhe des Hebels
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ASIEN: – VERLUSTE – Wieder stärker aufgekommene Konjunktursorgen haben am Donnerstag die Börsen Asiens belastet. „Die Hoffnungen auf eine schnelle, V-förmige Erholung in wichtigen Wirtschaftsnationen schwinden immer mehr“, erklärte Marktstratege Michael McCarthy von CMC Markets. Dazu bei trug auch Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), der weitere Konjunkturhilfen als Reaktion auf die Corona-Krise für womöglich notwendig hält, um die US-Wirtschaft zu stützen. Zudem hatte Donald Trump einmal mehr Stimmung gegen China gemacht. Der Präsident der Vereinigten Staaten wirft China vor, die Corona-Pandemie verschuldet zu haben. Dies befeuerte zuletzt die Sorgen vor einem Wiederaufflammen des Handelskriegs zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften der Welt. In China sank der Leitindex CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen zuletzt um rund ein halbes Prozent und in Hongkong fiel der Hang Seng um mehr als ein Prozent. In Tokio fiel der Nikkei-225 zuletzt ebenfalls um mehr als ein Prozent.

DAX 10 542,66 -2,56%

XDAX 10 519,00 -1,34%

EuroSTOXX 50 2810,55 -2,55%

Stoxx50 2812,09 -1,68%

DJIA 23 247,97 -2,17%

S&P 500 2820,00 -1,75%

NASDAQ 100 9000,08 -1,23%

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 173,72 +0,11%

DEVISEN: – DOLLAR WIEDER STÄRKER – Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0807 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs zur Wochenmitte noch über 1,0850 Dollar gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,0875 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter verwiesen auf eine breitangelegte Dollar-Stärke. Am Markt trieb die Sorge vor wieder steigenden Infektionszahlen in der Corona-Krise die Anleger zuletzt wieder etwas stärker in als sicher empfundene Anlagen. Hiervon profitierte der US-Dollar, während der Euro im Gegenzug unter Druck geriet.

Zu den größeren Verlieren am Devisenmarkt zählte am Morgen der australische Dollar. Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corna-Krise ist die Zahl der Beschäftigten in Australien im April so stark wie noch nie gefallen. Im weiteren Handelsverlauf könnten auch Daten zur Preisentwicklung in Deutschland für Impulse am Devisenmarkt sorgen.

Euro/USD 1,0805 -0,12%

USD/Yen 106,89 -0,13%

Euro/Yen 115,50 -0,24%

ROHÖL: – RUHEPAUSE – Die Ölpreise haben sich im asiatischen Handel am Donnerstag kaum bewegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent betrug zuletzt 29,24 US-Dollar. Das waren 5 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 16 Cent auf 25,45 Dollar.

Weder die am Vortag präsentierten überraschend gesunkenen US-Rohölbestände, noch die von Saudi-Arabien reduzierten Fördermengen für einige asiatische Kunden konnten die Preise am Ölmarkt nachhaltig antreiben. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, hält sich Saudi-Arabien offenbar wie erwartet an die zwischen führenden Ölnationen vereinbarten Einschnitte bei der Produktion und senkte Liefermengen an Kunden in Asien. Die Agentur beruft sich dabei auf Aussagen von Händlern des Ölkonzerns Saudi Aramco. Vor einigen Tagen hatte das Land zugesagt, zusätzlich zu den bereits vereinbarten Kürzungen im Juni 1 Millionen Barrel am Tag weniger fördern zu wollen.

Warnungen des US-Notenbank-Chefs Jerome Powell vor einem weiteren konjunkturellen Abschwung und düstere Prognosen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) drückten hingegen auf die Stimmung am Markt. Wie die Opec am Mittwoch mitteilte, dürfte die globale Ölnachfrage in diesem Jahr auf 90,6 Millionen Barrel pro Tag fallen. Bisher wurde von 92,8 Millionen Barrel pro Tag ausgegangen.

Die Ölnachfrage wird durch die Beschränkungen in der Corona-Krise massiv belastet. So ist die Nachfrage nach Treibstoff aus dem Luft- und dem Straßenverkehr weltweit eingebrochen. Wichtige Abnehmer wie die USA, Europa und Indien sind besonders betroffen. Gleichzeitig bewegt sich das Angebot auf einem hohen Niveau.

Brent 29,33 +0,14 USD

WTI 25,59 +0,30 USD

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UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR UNITED INTERNET AUF 38 (30) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR BASF AUF 51 (56) EUR – ‚EQUAL WEIGHT‘

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR K+S AUF 4,20 (4,50) EUR – ‚SELL‘

DEUTSCHE BANK SENKT ZIEL FÜR LEONI AUF 6 (7) EUR – ‚HOLD‘

– NORDLB SENKT ZIEL FÜR ALLIANZ SE AUF 192 (252) EUR – ‚KAUFEN‘

– NORDLB SENKT ZIEL FÜR LINDE AUF 172 (184) EUR – ‚HALTEN‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR RHEINMETALL AUF 94 (82) EUR – ‚BUY‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR UNITED INTERNET AUF 33 (32) EUR – ‚NEUTRAL‘

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR JCDECAUX AUF 17,50 (16) EUR – ‚UNDERWEIGHT‘

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR TUI AUF 260 (930) PENCE – ‚EQUAL WEIGHT‘

– BERENBERG HEBT ACCOR AUF ‚HOLD‘ (SELL) – ZIEL 23 (24) EUR

– BERENBERG HEBT HSBC AUF ‚HOLD‘ (SELL) – ZIEL 390 (430) PENCE

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR AMADEUS IT AUF 40 (48) EUR – ‚NEUTRAL‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR ARCELORMITTAL AUF 8,50 (9,50) EUR – ‚NEUTRAL‘

– NORDLB SENKT ZIEL FÜR SAFRAN AUF 74 (117) EUR – ‚HALTEN‘

– DZ BANK SENKT FAIREN WERT FÜR ORANGE AUF 14,50 (15) EUR – ‚KAUFEN‘

– GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR TELEFONICA SA AUF 5,00 (5,20) EUR – ‚NEUTRAL‘

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 CHE: Sunrise Communications, Q1-Zahlen

06:45 CHE: Zurich Insurance, Q1-Zahlen

07:00 DEU: RWE, Q1-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 04/20

07:00 DEU: Evotec, Q1-Zahlen (Call 14.00 h)

07:00 DEU: Stratec Biomedical, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Merck KGaA, Q1-Zahlen (Call 9.30 h)

07:00 DEU: SMA Solar, Q1-Zahlen

07:00 DEU: GFT Technologies, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Ceconomy, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: TAG Immobilien, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Telekom, Q1-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 BEL: KBC Group, Q1-Zahlen

07:00 NLD: Shop Apotheke, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Indus Holding, Q1-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Wirecard, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Zooplus, Q1-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Dürr AG, Q1-Zahlen (Call 14.30 h)

07:30 DEU: SGL Group, Q1-Zahlen

07:30 DEU: MLP, Q1-Zahlen (detailliert) (Call 10.00 h)

07:30 DEU: Scout24, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Bilfinger, Q1-Zahlen

07:30 AUT: Raiffeisen International, Q1-Zahlen

07:30 FRA: Bouygues, Q1-Zahlen

08:00 DEU: Cancom, Q1-Zahlen

08:00 DEU: Jost Werke, Q1-Zahlen

08:00 DEU: Global Fashion Group, Q1-Zahlen

08:00 FRA: EDF, Q1 Umsatz

10:00 DEU: BMW, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Stada, Hauptversammlung (online)

10:00 CHE: Swatch Group, Hauptversammlung (online)

10:30 DEU: Isra Vision, Hauptversammlung (online)

18:00 DEU: Deutsche Euroshop, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Südzucker, Jahreszahlen

DEU: BayernLB, Q1-Zahlen

ESP: ACS, Q1-Zahlen

AUT: Wienerberger, Q1-Zahlen

FRA: Engie, Hauptversammlung

USA: Applied Materials, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

06:30 NLD: Einzelhandelsumsatz 03/20

07:30 FRA: Arbeitslosenquote Q1/20

08:00 JPN: Maschinenwerkzeugaufträge 04/20 (vorläufig)

08:00 DEU: Verbraucherpreise 04/20 (endgültig)

08:00 DEU: Indizes der Großhandelspreise 04/20

09:00 ESP: Verbraucherpreise 04/20 (endgültig)

10:00 EUR: EZB Wirtschaftsbericht

11:00 ITA: Handelsbilanz 03/20

14:30 USA: Im- und Exportpreise 04/20

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:00 DEU: Pk mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zu Steuerschätzung

16:30 USA: EIA Energieministerium, Ölbericht (Woche)

19:00 USA: Fed-Präsident von Minneapolis, Neel Kashkari, hält eine Rede (online)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Bundesgerichtshof verhandelt über Honorare für Architekten und bIngenieure

09:00 DEU: Bundesgerichtshof klärt: Darf nur Ritter Sport quadratisch sein?

09:30 LUX: EuGH-Gutachten zur Vermarktung von Hanfprodukten

09:30 LUX: EuGH-Schlussanträge zum Ausschluss von EU-Bürgern von sozialen Grundleistungen

EUR: Fortsetzung: Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über die künftigen Beziehungen

EUR: Plenarsitzung des Europaparlaments (Fortsetzung). Thema sind voraussichtlich unter anderem die Pläne zur wirtschaftlichen Erholung der EU nach der Coronakrise.

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA 

Prognose Vorwert

EUROZONE

08.00 Uhr

Deutschland

Verbraucherpreise  April (final)

Monatsvergleich +0,3 +0,3*

Jahresvergleich +0,8 +0,8*

Verbraucherpreise HVPI April (final)

Monatsvergleich +0,4 +0,4*

Jahresvergleich +0,8 +0,8*

09.00 Uhr

Spanien

Verbraucherpreise April (final)

Monatsvergleich +0,3 +0,3*

Jahresvergleich -0,7 -0,7*

VEREINIGTES KÖNIGREICH

(Keine marktbewegenden Daten erwartet.)

USA

14.30 Uhr

Erstanträge Arbeitslosenhilfe +2500 +3169 (in Tsd)

Einfuhrpreise, April

Monatsvergleich -3,2 -2,3

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: H-AB / shutterstock.com

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29.05.2020, 19:59, Deutsche Bank Indikation
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