Dax gibt am Nachmittag das Gros der Anfangsgewinne wieder ab - Autowerte gefragt

Nach drei Verlusttagen des Dax in Folge haben die Aktienkurse am Donnerstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Nicht zuletzt starke Automobilwerte trieben den Leitindex an, wiederum befeuert von überraschend guten Quartalszahlen von Tesla. Der Dax kletterte zwischenzeitlich sogar bis auf 19.550 Punkte, gab aber am Nachmittag dann noch einmal 100 Punkte vom Hoch ab. Am Ende des Tages stand ein Plus von 76 Punkten auf 19.453 Punkte zu Buche.
Tesla-Zahlen beflügeln
"Endlich steigen die Margen wieder", schrieb Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Zwar seien eine schwächere Nachfrage und die zunehmende Konkurrenz durch chinesische E-Autohersteller nach wie vor nicht wegzudiskutieren - aber Tesla steuere nun erfolgreich gegen.
Das entfachte auch in Deutschland Aufwind für die Branche: Porsche (+3,4 Prozent) und Volkswagen (+2,4 Prozent) gehörten zu den stärksten Werten im deutschen Leitindex am Donnerstag.
Beiersdorf gefragt
Der Nivea-Konzern Beiersdorf hat in einem herausfordernden Marktumfeld weiter an Tempo verloren. Insbesondere in China bleibe der Luxusmarkt schwierig, sagte Konzernchef Vincent Warnery laut Mitteilung vom Donnerstag. Obwohl viel von der Entwicklung der Luxusmarke La Prairie abhängt und auch im vierten Quartal keine Erholung in China zu erwarten sei, rechnet der Manager mit einer "insgesamt positive Entwicklung" zum Jahresende.
Entsprechend bestätigte er die Ziele für 2024 und sieht sein Unternehmen "voll auf Kurs". Für die zuletzt unter Druck geratene Beiersdorf-Aktie ging es am Donnerstag dennoch um 2,6 Prozent nach oben. Damit gehörte das Papier neben den Auto-Werten Porsche und Volkswagen zu den stärksten Werten im Dax.
Analyst Guillaume Delmas von Schweizer Großbank UBS merkte an, dass die bestätigte Prognose nach enttäuschenden Umsatzzahlen Anleger beruhigen dürfte. Der Konzernumsatz kletterte in den ersten neun Monaten organisch um 6,5 Prozent auf gut 7,5 Milliarden Euro, wie der Konzern in Hamburg mitteilte. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet. Bis Mitte des Jahres hatte das organische Wachstum - also ohne Wechselkurseffekte und den Folgen von Portfolioeffekten - noch bei 7,1 Prozent gelegen. In den ersten drei Monaten war der Anstieg sogar noch etwas höher gewesen. (mit Material von dpa-AFx)