Dax steigt über 19.100 Punkte – Telekom steigt nach Zahlen – Adesso-Aktie steigt zweistellig

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Tags zuvor war der Dax mit 18.838 Punkten zwischenzeitlich fast an seine 100-Tage-Durchschnittslinie zurückgefallen, bevor er die Marke von 19.000 Punkten letztlich doch knapp halten konnte. Von seinem Rekord Ende Oktober bei 19.674 Punkten hatte sich der Dax zeitweise schon mehr als vier Prozent entfernt.
Deutsche Telekom: Aktie steigt nach Zahlen – Analysten loben Deutschland-Geschäft
Die Entwicklung der Deutschen Telekom macht den Anlegern weiter Mut. Am Donnerstag kamen die Quartalszahlen der Bonner gut an. Der Kurs der T-Aktie stieg im frühen Handel um 2,7 Prozent auf 28,60 Euro. Damit fehlt nicht viel bis zum Jahreshoch, das zugleich der höchste Kurs seit 2001 wäre.
Die Telekom lege gerade in Deutschland eine beständig gute Entwicklung hin, lobte UBS-Analyst Polo Tang. Das Abschneiden in Deutschland stimme zuversichtlich, schrieb auch Analyst Akhil Dattani von JPMorgan.
Adesso steigen zweistellig – „Starke Margen“
Die Anleger von Adesso haben am Donnerstag die Quartalszahlen des IT-Dienstleisters honoriert. Der Kurs stieg im frühen Handel um 10,8 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit Ende Oktober. Das kurz- und mittelfristige Chartbild hellt sich auf. Adesso habe im dritten Quartal die Margen stark gesteigert dank einer höheren Kapazitätsauslastung, hieß es in einer ersten Reaktion der Experten des Investmenthauses Jefferies.
Sorgen um das IT-Geschäftsumfeld in Deutschland hatten die Aktien im Jahresverlauf immer wieder belastet. Das Kursminus 2024 summiert sich immer noch auf mehr als 30 Prozent.
Wacker Neuson am Tief seit 2020 - Kein Silberstreif am Horizont
Nach erneut gesenkten Jahreszielen sind die Aktien von Wacker Neuson am Donnerstagmorgen auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren abgetaucht. Die Papiere des Baumaschinenherstellers verloren fast 9 Prozent auf 12,38 Euro und liegen 2024 bei rund einem Drittel Verlust.
Die Quartalsergebnisse seien schwach und mit einem Aufschwung sei zunächst nicht zu rechnen, kommentierte Analyst Stefan Augustin von Warburg den Bericht. Auch sein Jefferies-Kollege Martin Comtesse vermisst einen Silberstreif am Horizont.
Reederei Hapag-Lloyd verdient gut trotz Konjunkturflaute
Trotz der Konjunkturflaute in Deutschland und weltweiter Krisen hat die Hamburger Traditionsreederei Hapag-Lloyd im laufenden Jahr bislang gut verdient. Der Gewinn betrug in den ersten neun Monaten dieses Jahres rund 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Für das Gesamtjahr rechnet Hapag-Lloyd mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro.
Hintergrund der positiven Entwicklung seien eine über den Erwartungen liegende Nachfrage im dritten Quartal sowie verbesserte Frachtraten - trotz höherer Aufwendungen durch die Umleitung von Schiffen um das Kap der Guten Hoffnung. Diese war durch die Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen notwendig geworden.
„Die ersten neun Monate 2024 waren geprägt von einer unerwartet starken Nachfrage“, sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen. Trotz der angespannten Sicherheitslage im Roten Meer sei die Transportmenge weiter gestiegen. „Zugleich haben wir ein umfassendes Neubauprogramm für 24 Schiffe in Auftrag gegeben, mit dem wir unsere Flotte weiter modernisieren und dekarbonisieren und damit unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern.“
Schulden von Verbrauchern in Deutschland bei Online-Händlern wachsen
Die Bürger in Deutschland verschulden sich zunehmend auch bei Online-Händlern. Das zeigen Auswertungen der Schuldnerberatungsstellen, über die das Statistische Bundesamt berichtet. Danach standen im vergangenen Jahr 30 Prozent der überschuldeten und ratsuchenden Menschen auch bei Onlinehändlern in der Kreide. Durchschnittlich waren sie mit 650 Euro im Rückstand.
Fünf Jahre vorher waren es im Schnitt 527 Euro und nur 26 Prozent der Betroffenen waren auch wegen ihrer Einkäufe im Netz verschuldet. Die Online-Schulden machten 2023 aber nur 2 Prozent der durchschnittlichen Gesamtschulden in Höhe von 31.565 Euro aus.
Unter den fast 595.000 beratenen Personen haben Frauen und jüngere Menschen durchschnittlich besonders häufig Schulden bei Internethändlern. Das trifft auf 37 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Menschen im Alter zwischen 20 und 24 Jahren zu. Männer haben sich zu 23 Prozent im Online-Handel verschuldet. Ihre durchschnittliche Schuldenlast im Netz war mit 477 Euro auch deutlich geringer als bei den Frauen mit 847 Euro.
Redaktion onvista/dpa-AFX