Spahn - Trend bei Neuinfektionen erst nächste Woche absehbar

Reuters

Düsseldorf (Reuters) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will trotz des Rückgangs der Neuinfektionen noch nicht von einem belastbaren Trend spreche.

Man habe in den letzten Tagen einen Rückgang bei der täglichen Steigerung der Infektionszahlen gesehen und sei jetzt bei einer Rate von unter zehn Prozent, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Wegen des zeitlichen Abstands zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit könne man aber nach den wenigen Tagen nicht von einer Entspannung sprechen. "Ich denke, es wird eher bis nächste Woche dauern, bis wir wirklich klare Aussagen zu einem Trend machen können."

Kanzlerin Angela Merkel hatte in der vergangenen Woche gesagt, über Lockerungen der am 23. März eingeführten Kontaktsperren könne man erst reden, wenn die Infektionszahlen sich langsamer verdoppelten - und zwar in "Richtung von zehn Tagen" verdoppelten. Damals geschah dies in vier bis fünf Tagen. Bei der von Spahn festgestellten Rate von etwas unter zehn Prozent verdoppeln sich die Zahlen nach sieben bis acht Tagen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet verwies darauf, dass man in seinem Bundesland schon bei knapp neun Tagen sei. Die Spanne müsse aber noch weiter gestreckt werden.

Spahn betonte, wenn man irgendwann nach Ostern über eine schrittweise Rückkehr zum Alltag sprechen wolle, müsse man die Kontakte von Infizierten zügig identifizieren können. Die Frage sei, ob das mit mündlichen Abfragen, Listen und Anrufen gehe, oder mit digitalen Mitteln wie Handy-Daten. "Ich tippe letzteres", sagte Spahn, der sich seit längerem für ein solches Tracking ausspricht. Dagegen hält das Justizministerium dies etwa über eine Handy-App nur freiwillig für möglich.

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