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Rohstoffe: Keine Euphorie nach Handelsabkommen

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Rohstoffe: Keine Euphorie nach Handelsabkommen
Eugen Weinberg (Commerzbank AG, Leiter Rohstoffanalyse, CM Research)

Energie: Ölpreis - viele Argumente auf beiden Seiten

Die DOE-Lagerstatistik hat gestern angesichts des API-Berichts vom Vortag einen überraschenden Abbau der Lagerbestände von Rohöl um über 2,5 Mio. Barrel für die Vorwoche gezeigt. Allerdings sind gleichzeitig die Bestände von Benzin und Mitteldestillaten mit 6,7 Mio. bzw. 8,2 Mio. Barrel deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die US-Ölproduktion ist zudem erstmals auf 13 Mio. Barrel täglich gestiegen. Die Ölpreise gerieten daraufhin unter Druck.

Wegen einer verbesserten Einschätzung der Weltkonjunktur hat die OPEC ihre Schätzung für das Nachfragewachstum in diesem Jahr um 180 Tsd. auf 1,22 Mio. Barrel täglich erhöht. Gleichzeitig hat man allerdings auch die Prognose für den Produktionsanstieg außerhalb der OPEC um 180 Tsd. Barrel auf 2,35 Mio. Barrel täglich erhöht. Interessanterweise war dafür nicht der US-Schieferölsektor verantwortlich. Die US-Produktionsschätzung wurde sogar nach unten revidiert. Die Schätzungen für Guyana, Mexiko und Norwegen wurden dagegen um jeweils fast 100 Tsd. Barrel täglich erhöht. Die norwegische Ölproduktion war im Vorjahr noch auf ein 31-Jahrestief von 1,41 Mio. Barrel täglich gefallen. Nun rechnet das Norwegische Öldirektorat damit, dass diese 2023 erstmals seit 2008 die Marke von 2 Mio. Barrel täglich übersteigen wird. Die Produktionserfolge der Nicht-OPEC-Staaten erschweren die Aufgabe der OPEC zusätzlich, den Ölmarkt im Gleichgewicht zu halten.

Es gibt aber auch Argumente für einen steigenden Ölpreis. So hat sich China im Rahmen des gestern unterzeichneten “Phase-1-Abkommens” mit den USA verpflichtet, in den kommenden zwei Jahren zusätzlich für über 52 Mrd. USD fossile Energieträger, hauptsächlich Rohöl, aus den USA zu importieren. Bei heutigen Preisen würde das einer zusätzlichen Nachfrage von über 1,1 Mio. Barrel täglich aus den USA entsprechen. Doch es bleibt abzuwarten, ob das Abkommen tatsächlich so umgesetzt wird wie vereinbart. Noch werden von China auf Importe von US-Rohöl Zölle in Höhe von 5%, auf Importe von US-LNG sogar von 25% verlangt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THVCU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XXCU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THUCU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Platin steigt auf 2-Jahreshoch, Palladium auf neues Rekordhoch

Der EU-Automarkt ist im letzten Jahr mit einem blauen Auge davongekommen. Dank deutlich anziehender Autoneuzulassungen seit September - im Dezember wurde sogar ein Rekordwert für diesen Monat erreicht - sind die Neuzulassungen gemäß Daten des Verbands der europäischen Automobilproduzenten im Gesamtjahr 2019 um 1,2% auf 15,3 Mio. Autos gestiegen. Dies war der sechste Jahresanstieg in Folge. Bis zum Spätsommer sah es noch so aus, als würden die Autoabsatzzahlen in der EU 2019 fallen und so den schwächeren Verkäufen in den USA und China nach unten folgen. Der Platinpreis hat die Daten bereits gestern vorweggenommen: Er ist erstmals seit Februar 2018 über die Marke von 1.000 USD je Feinunze gestiegen. Technische Anschlusskäufe haben den Preis bis auf ein 2-Jahreshoch geschoben. Heute Morgen gibt Platin einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Die Preisdifferenz zu Palladium hat sich trotz des Preisanstiegs von Platin auf 1.280 USD ausgeweitet, da Palladium scheinbar unaufhaltsam weiter nach oben marschiert. Heute Morgen knackt es erstmals die Marke von 2.300 USD je Feinunze, nachdem gestern erst 2.200 USD erreicht wurden. Stärker noch als Gold vor ein paar Tagen ist Palladium aus charttechnischer Sicht klar überkauft. Der Relative-Stärke-Index liegt mittlerweile fast bei 90. Von dieser Seite ist der Palladiumpreis also reif für eine Korrektur. Ob diese kommt und wie lange sie anhält, lässt sich aber nicht sagen. In den vergangenen Monaten fielen Korrekturphasen immer kürzer aus und der Preis hat im Anschluss stets neue Höhen erklommen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THGCU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6YCU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THBCU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
CU0E6XCU0E6X Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: “Phase-1-Abkommen” wird verhalten aufgenommen

Die Unterzeichnung des “Phase-1-Abkommens” im Handelsstreit zwischen den USA und China gestern Abend in Washington gibt den Metallpreisen heute Morgen zunächst keinen weiteren Auftrieb. Sie wurde eher als eine Formalität aufgenommen, zumal einige Details bereits im Vorfeld durchgesickert waren. Unseres Erachtens wurden aber ohnehin bereits zuvor viele positive Nachrichten eingepreist und viele Vorschusslorbeeren verteilt. Zudem sind hier und da Zweifel aufgekommen, ob China die im Abkommen zugesicherten zusätzlichen Käufe von US-Gütern und Dienstleistungen im Umfang von 200 Mrd. USD in den nächsten beiden Jahren stemmen kann. Während sich US-Präsident Trump gestern bei der Unterzeichnungszeremonie euphorisch zeigte, war von chinesischer Seite deutlich mehr Zurückhaltung zu spüren. Damit China die Vereinbarungen einhält und zum Anreiz von weiteren Reformen wird der Großteil der US-Strafzölle auf chinesische Waren beibehalten, was China ein Dorn im Auge ist. Im Rahmen der Verhandlungen über ein “Phase-2-Abkommen” könnten die Spannungen wieder zunehmen und eine erneute Eskalation ist nicht auszuschließen. Da sich die Verhandlungen wahrscheinlich lange hinziehen, wird der Handelsstreit die Märkte wohl entsprechend noch eine ganze Zeit beschäftigen - im positiven wie im negativen Sinne. Kupfer war dabei seit Beginn des Handelsstreits im Frühjahr 2018 das Metall, das am stärksten auf Nachrichten hierzu reagiert hat. Auch wenn Kupfer seit Dezember stark gestiegen ist, liegt es mit rund 6.300 USD je Tonne noch rund 10% unter seinem Niveau von vor Beginn des Handelsstreits.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7JCJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7RCJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

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Kurs zu Ölpreis Brent Rohstoff

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20.01.2020, 19:59, Deutsche Bank Indikation

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