Dax Vorbörse

Dax vorbörslich im Plus - Heute Abend Fed-Zinsentscheid

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Quelle: Stonel/Shutterstock.com

Der Dax dürfte am Mittwoch zunächst etwas weiter zulegen. Eine Stunde vor dem Xetra-Start ließ der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,5 Prozent auf 14.884 Punkte erwarten. Damit setzt sich der Dax etwas weiter ab von seinem jüngsten Tief seit März bei 14.630 Punkten. Zudem würde er sich klar über der Marke von 14 800 Punkten bewegen, die in den vergangenen Tagen ein zäher Widerstand gewesen war. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte zur Wochenmitte 0,4 Prozent höher eröffnen. 

Heute Abend Fed-Zinsentscheid

Von der Berichtssaison hierzulande kommen am Mittwoch kaum Impulse. Interessieren dürften im Verlauf einige Konjunkturdaten aus den USA, bevor am Abend nach dem europäischen Börsenschluss die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung bekannt geben wird. Laut Volkswirten wird sie das Zinsniveau wohl erneut unverändert lassen und damit würde die Fed zum zweiten Mal in Folge still halten. Die Leitzinsspanne würde weiter zwischen 5,25 und 5,50 Prozent liegen. Spannend ist jedoch vor allem die Frage, ob die Notenbank auf den folgenden Sitzungen nochmal die Zinsen verändert. 

"Vor der Sitzung der US-Notenbank Fed befinden sich die Anleger im Standby-Modus", schrieb am Morgen Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Mit der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell nach der Zinsentscheidung und der Bekanntgabe von Anleiheauktionen durch US-Finanzministerin Janet Yellen stehe dem Dax aber am Abend ein Belastungstest in zwei Akten bevor. Der Markt sei hypersensibel Faktoren gegenüber, die zu steigenden Renditen führen könnten, so Stanzl. 

Einzelwerte im Überblick

Der Dax hatte den Oktober mit einem Minus von rund 3,8 Prozent beendet. Es war der dritte Verlustmonat in Folge gewesen. Größter Verlierer waren Siemens-Energy mit einem Verlust von fast einem Drittel und Sartorius mit einem Abschlag von über einem Viertel. Gefragt waren derweil Rheinmetall mit plus 11 Prozent im Zuge der Verschärfung des Nahost-Konflikts. Die geopolitischen Sorgen zusammen mit hohen Renditen am Anleihemarkt gelten als die Hauptgründe für die Verluste am Aktienmarkt. 

Unternehmensseitig gibt es schlechte Nachrichten für Bayer. Der Konzern musste die dritte Niederlage in Folge bei US-Rechtsstreits um Krebs-Vorwürfe zu glyphosathaltigen Unkrautvernichtern einstecken. Vorbörslich auf Tradegate reagierten die Bayer-Papiere bislang nur mit einem moderaten Minus verglichen mit dem Xetra-Schluss. 

Aktien von Chipkonzernen könnten erneut einen Blick wert sein, nachdem am Vorabend nach dem US-Börsenschluss AMD die Anleger mit seinem Umsatzausblick für das laufende Quartal enttäuscht hatte. Allerdings hatten sich zuletzt bereits anderen Branchenunternehmen eher verhalten zur kurzfristigen Entwicklung geäußert. 

Auch auf Versorger sollten Anleger achten nach mit Enttäuschung aufgenommenen Geschäftszahlen des dänischen Windkraftkonzerns Orsted.

Wall Street erholt sich weiter

Die US-Börsen haben am Ende eines düsteren Börsenmonats ihre Oktober-Verluste nochmals etwas reduziert. Die Indizes knüpften am Dienstag an ihre deutliche Erholung zum Wochenauftakt an. Vor der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed hielten sich die Anleger aber tendenziell wieder etwas mehr zurück, hieß es am Markt. Keine eindeutigen Impulse kamen von der laufenden Berichtssaison.

Überwiegend Gewinne in Asien

Die Hoffnung auf ein großes Konjunkturpaket der japanischen Regierung hat die Börse des Landes am Mittwoch angetrieben. Laut Informationen der Wirtschaftszeitung "Nikkei" sind für die Maßnahmen rund 13 Billionen Yen (rund 81 Mrd. Euro) vorgesehen.

Anders in China: Abermals triste Konjunktursignale bremsten. So war die vom Wirtschaftsmagazin Caixin ermittelte Industriestimmung im Oktober unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten gerutscht. Auch mit Blick auf China hoffen Investoren auf mehr staatliche Unterstützung für die Wirtschaft.

Renten

  • Bund-Future: 128,53 (+0,09 Prozent)

Devisen: Euro zum Dollar vor Fed-Entscheid stabil - US-Schuldenpläne im Blick 

Der Handelstag steht im Zeichen der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. Die Fed wird laut Volkswirten das Zinsniveau wohl erneut unverändert belassen. Damit würde die Notenbank zum zweiten Mal in Folge still halten. Die Leitzinsspanne würde weiter zwischen 5,25 und 5,50 Prozent liegen. Spannend ist jedoch vor allem, ob die Fed auf den folgenden Sitzungen nochmal handeln könnte. 

Die Aufmerksamkeit richtet sich zudem auf den Anleihe-Emissionsplan des US-Finanzministeriums. 

Daneben werde in den USA noch einige Konjunkturdaten veröffentlicht, die den Wechselkurs des Euro zum Dollar beeinflussen können. Im Fokus steht dabei vor allem der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie, ein viel beachteter Stimmungsindikator.

  • EUR / USD: 1,0567 (-0,07 Prozent)
  • USD / JPY: 151,31 (-0,26 Prozent)
  • EUR / JPY: 159,91 (-0,29 Prozent)

Ölpreise legen wieder etwas zu 

Am Ölmarkt besteht weiterhin die Sorge, dass sich der Gaza-Krieg auf andere Länder im Nahen Osten ausweiten könnte. Dies wiederum könnte die für den weltweiten Handel wichtigen Rohöl-Lieferungen zwischen dem Persischem Golf und dem Arabischem Meer beeinträchtigen, was eine Verknappung des Öl-Angebotes zur Folge hätte. Auch in der Nacht zum Mittwoch hätten israelische Bodentruppen im Verbund mit der Luftwaffe und der Marine mehrere Ziele im gesamten Gazastreifen angegriffen, darunter Kommandozentralen und Zellen der islamistischen Hamas, teilte die israelische Armee mit. 

Abseits des Krieges gibt es indes Anzeichen dafür, dass die Nachfrageaussichten ins Wanken geraten sind. So habe es enttäuschende Nachrichten über die chinesische Wirtschaft gegeben, schrieb Analystin Charlie Lay von der Commerzbank. Der Caixin Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sei schwächer als erwartet ausgefallen. Er sei damit dem am Dienstag veröffentlichten schwachen offiziellen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe gefolgt, der ebenfalls unter die 50er-Marke und damit wieder in den Kontraktionsbereich fiel. China ist einer der weltweit wichtigsten Importeure von Rohöl.

  • Nordseesorte Brent: 85,17 USD (+0,14 USD)
  • Sorte WTI: 81,05 USD (+0,03 USD)

Umstufungen von Aktien 

- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR BASF AUF 46 (45) EUR - 'HOLD' 

- JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR TEAMVIEWER AUF 14 (13) EUR - 'UNDERWEIGHT' 

- RBC SENKT ZIEL FÜR VOLKSWAGEN VORZÜGE AUF 140 (160) EUR - 'OUTPERFORM' 

- WDH/LBBW SENKT ZIEL FÜR KLÖCKNER & CO AUF 6 (9) EUR - 'HALTEN' 

- WDH/DZ BANK SENKT FAIREN WERT FÜR FORD AUF 8,75 (11,00) USD - 'VERKAUFEN' 

- GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR AMD AUF 125 (137) USD - 'BUY' 

- BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR AB INBEV AUF 67 (68) EUR - 'OVERWEIGHT' 

- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR SAFRAN AUF 175 (160) EUR - 'BUY' 

- GOLDMAN HEBT ASML AUF 'EUROPEAN CONVICTION LIST - DIRECTORS' CUT' 

- GOLDMAN HEBT VALEO AUF 'NEUTRAL' (SELL) - ZIEL 17 EUR 

- GOLDMAN SENKT SEGRO AUF 'SELL' - ZIEL 580 PENCE 

- GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR BP AUF 640 (660) PENCE - 'BUY' 

- HSBC STARTET NEOEN MIT 'HOLD' - ZIEL 27 EUR 

- JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR UNICREDIT AUF 39,90 (33,80) EUR - 'BUY' 

- JPMORGAN SENKT BP AUF 'UNDERWEIGHT' (NEUTRAL) - ZIEL 550 (615) PENCE 

- MORGAN STANLEY HEBT STMICRO AUF 'OVERWEIGHT' (EQUAL-WEIGHT) - ZIEL 48 (45) EUR 

- RBC HEBT ZIEL FÜR STELLANTIS AUF 24 (22) EUR - 'OUTPERFORM' 

- WDH/DZ BANK HEBT FAIREN WERT FÜR SAFRAN AUF 170 (168) EUR - 'KAUFEN' 

- WDH/JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR AB INBEV AUF 56 (57) EUR - 'HOLD' 

- WDH/JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR BBVA AUF 9,30 (8,90) EUR - 'NEUTRAL'

Termine Unternehmen

06:25 JPN: Toyota Motor, Q2-Zahlen

07:00 CHE: Barry Callebaut, Jahreszahlen und Strategieupdate (CMD ab 14.00 h)

07:30 SWE: Skanska, Q3-Zahlen

08:00 GBR: Next, Q3-Umsatz

08:00 GBR: GlaxoSmithKline, Q3-Zahlen

09:30 GBR: Aston Martin, Q3-Zahlen

12:00 USA: DuPont de Nemours, Q3-Zahlen

12:00 USA: Kraft Heinz, Q3-Zahlen

13:30 CAN: Thomson Reuters, Q3-Zahlen

21:05 USA: Altice, Q3-Zahlen

21:15 USA: Allstate, Q3-Zahlen

21:15 USA: Costco Wholesale, Q3-Zahlen

22:00 USA: Mondelez, Q3-Zahlen

22:00 USA: Qualcomm, Q4-Zahlen

22:05 USA: Airbnb, Q3-Zahlen

22:15 USA: PayPal, Q3-Zahlen

Termine Unternehmen ohne Zeitangabe

DEU: Syzygy, Q3-Zahlen

NLD: Wolters Kluwer, Q3-Umsatz

USA: Electronic Arts, Inc, Q2-Zahlen

USA: American International Group, Q3-Zahlen

USA: Edison International, Q3-Zahlen

USA: Avis Budget, Q3-Zahlen

USA: Etsy, Q3-Zahlen

USA: The Allstate, Q3-Zahlen 

Termine Konjunktur

01:30 JPN: Jibun PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/23 (2. Veröffentlichung)

02:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/23

07:00 NLD: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/23

09:30 CHE: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/23

10:00 GRC: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/23

10:30 GBR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/23 (2. Veröffentlichung)

13:15 USA: ADP Beschäftigung 10/23

14:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/23 (2. Veröffentlichung)

15:00 USA: Bauinvestitionen 9/23

15:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 10/23

15:30 USA: EIA-Ölbericht (Woche)

17:00 RUS: Arbeitslosenquote 9/23

19:00 USA: FOMC Zinsentscheid (19.30 h Pk mit Fed-Chef Jerome Powell)

Sonstige Termine

CHE: Konferenz "The SNB and its Watchers" (ab 13.40 Uhr), Bern

RWA: 23. Weltgipfel des World Travel & Tourism Council (WTTC), Kigali

Hinweis

AUT: Feiertag, Börse geschlossen

Redaktion onvista/dpa-AFX

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