US-Wirtschaft verfehlt Trumps Wachstumsziel - Firmen investieren weniger

Reuters

Washington (Reuters) - Die US-Wirtschaft ist 2019 wie erwartet deutlich unter dem von Präsident Donald Trump ausgegeben Wachstumsziel geblieben.

Das Bruttoinlandsprodukt legte um 2,3 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte. Trump hatte eine Marke von drei Prozent ins Gespräch gebracht. Der Republikaner, der im November seine Wiederwahl anstrebt, drängt die unabhängige Notenbank (Fed) immer wieder zu Zinssenkungen, um der Konjunktur einen zusätzlichen Schub zu geben.

Die weltgrößte Volkswirtschaft wuchs im vierten Quartal 2019 erneut mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 2,1 Prozent. Eine bessere Entwicklung verhinderten sinkende Investitionen von Unternehmen: Diese fielen mit 2,3 Prozent stärker als bislang angenommen mit minus 1,5 Prozent. Das war bereits der dritte Rückgang in Folge, was die längste Durststrecke seit dem Finanzkrisenjahr 2009 ist.

Die Notenbank Fed hatte Ende Januar ungeachtet der Zwischenrufe Trumps entschieden, den Leitzins in der Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent zu halten. Das moderate Wirtschaftswachstum und die stabile Lage am Arbeitsmarkt bestärken die Währungshüter in ihrer Ansicht, dass derzeit kein Kurswechsel nötig sei. Allerdings wächst durch den Ausbruch des Coronavirus der Druck auf den Währungshüter, doch noch einzugreifen.

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