Umfrage - Budget für Weihnachtsgeschenke bei 304 Euro pro Person

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Berlin (Reuters) - Die Deutschen planen einer Studie zufolge wegen gestiegener Preise mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ein.

Das Budget dafür liege bei durchschnittlich 304 Euro pro Person, wie die GfK-Konsumforscher am Donnerstag zu ihrer Umfrage unter Tausend Personen mitteilte. Das seien zwar etwas mehr als 2022 mit 299 Euro, aber weniger als in den Pandemiejahren 2020 und 2021 mit jeweils mehr als 320 Euro.

Familien mit Kindern wollen für die Bescherung acht Prozent mehr locker machen und 436 Euro ausgeben. Verbraucher mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 3000 Euro wollen sogar 21 Prozent mehr ausgeben und planen im Schnitt mit 396 Euro. Drei Viertel der Haushalte mit niedrigem Nettoeinkommen versuchten hingegen, beim Einkauf von Lebensmitteln für das Weihnachtsfest zu sparen. Sie wollen in der Adventszeit und während der Feiertage auch weniger auswärts essen.

Für fast 70 Prozent der Deutschen ist es trotz Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit wichtig, bei Weihnachtsgeschenken keine Abstriche zu machen. Sie planen mit dem gleichen Budget wie im vergangenen Jahr (44 Prozent) oder erwarten sogar höhere Ausgaben (25 Prozent). Einschränken wollen sich 31 Prozent der Befragten. 13 Prozent beabsichtigen, gar keine Weihnachtsgeschenke zu kaufen.

Die GfK-Foscher erwarten in diesem Jahr im Weihnachtsgeschäft ein Umsatzvolumen von 18,1 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von einem Prozent im Vergleich zu 2022. Wird allerdings die Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate berücksichtig, dann liegt das erwartete Weihnachtsgeschäft fast drei Prozent unter dem des Vorjahres.

Gute Nachrichten hält die Umfrage für den stationären Handel bereit: Demnach steigt der Anteil der Kunden, die ihre Weihnachtsgeschenke hauptsächlich im Geschäft einkaufen möchten, auf 42 Prozent (2022: 39 Prozent). Soziale Medien spielen eine wichtige Rolle, wenn es um Geschenkideen geht. Ein Drittel der Deutschen und 44 Prozent der Online-Käufer nutzen Instagram & Co. inzwischen als Inspirationsquelle.

Beliebteste Geschenkkategorien bleiben Lebensmittel sowie Bekleidung, Accessoires und Schuhe. Spielwaren rutschen um zwei Plätze auf Rang sechs ab. Dafür wird Bargeld wieder häufiger verschenkt und landet mit 51 Prozent in den Top drei. Auch Einkaufs-, Restaurant- und Reisegutscheine dürften wieder öfter auf dem Gabentisch liegen. "Die Konsumenten verschenken gern Gutscheine zu Weihnachten, nehmen sie aber auch gern an", sagte GfK-Expertin Petra Süptitz.

(Bericht von Rene Wagner; redigiert von Sabine Wollrab - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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