Flugverkehr in Köln/Bonn wegen Aktion von Klima-Aktivisten eingestellt

Berlin (Reuters) - Der Flugverkehr auf dem Airport Köln/Bonn ist wegen einer Protestaktion von Klima-Aktivisten am Mittwochmorgen eingestellt worden.
Fünf Menschen hätten sich auf einem Teil des Rollfelds festgeklebt, sagte eine Sprecherin der Polizei in Köln. Inzwischen seien drei Personen gelöst worden. Noch sei unklar, wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden könne. Die Gruppe "Letzte Generation" erklärte, der Flugverkehr werde auf dem Airport blockiert, und veröffentlichte das Foto eines Aktivisten, der sich mit den Händen auf einer Rollbahn festgeklebt hat. Zu sehen ist zudem ein Banner mit der Aufschrift "Öl tötet". Es gab Proteste in mehreren Ländern.
"Wir fordern die Bundesregierung auf, ein rechtsverbindliches, internationales Abkommen mit auszuarbeiten und zu unterzeichnen, das den globalen Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle bis 2030 regelt", heißt es in der Mitteilung der Gruppe. "Ähnliche friedliche, zivile Proteste an Flughäfen sind heute für mindestens folgende Länder angekündigt: Großbritannien, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz, Kanada, den USA, Schottland und Norwegen", heißt es weiter.
In Köln seien seit kurz vor 06.00 Uhr keine Flieger mehr gestartet oder gelandet, sagte ein Flughafen-Sprecher. Es werde Auswirkungen beim Flugbetrieb mit Ausfällen und Verzögerungen noch im späteren Tagesverlauf geben. Es sei noch unklar, wie viele Verbindungen insgesamt gestrichen werden müssten.
In Norwegen wurden nach Angaben der Polizei in den frühen Morgenstunden drei Aktivisten festgenommen. Sie hatten ein Loch in einen Zaun geschnitten und es kurzzeitig auf eine Landebahn des Osloer Flughafens geschafft. Zudem gab es auf dem Kurznachrichtendienst X Bilder von Aktivisten im Flughafen Helsinki, die dort Protestplakate etwa mit der Aufschrift "Oil kills" (Öl tötet) zeigten.
(Bericht von Klaus Lauer und Terje Solsvik; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)