Trading-Chance Volkswagen: Long-Chance für Risikofreudige nach Einigung
Nachdem Werkschließungen bei Volkswagen kurz vor Weihnachten vom Tisch gefegt wurden und man sich auf einen Kompromiss mit den Gewerkschaften bei den geplanten Einsparmaßnahmen verständigte sehen Anleger nun klarer. Technisch, wie unter dem Gesichtspunkt der Bewertung, erscheint die Aktie von Volkswagen Vorzüge nun wieder attraktiv(er), so dass sich für spekulative Anleger eine Trading-Opportunität mit einem lukrativen Chance/Risiko-Verhältnis eröffnet.

Die schlimmsten Befürchtungen der Marktteilnehmer, vor allem aber der Belegschaft von Volkswagen, wurden mit der Tarif-Einigung kurz vor Weihnachten abgewendet. Der Automobilkonzern verständigte sich mit den Gewerkschaften auf einen „sozial verträglichen“ Stellenabbau von 35.000 Arbeitsplätzen bis ins Jahr 2030. Entlassungen sollen so vermieden und stattdessen Stellen von in Rente gehenden Mitarbeitern nicht mehr neu besetzt werden. Positiv daran ist, dass man einem länger andauernden Arbeitskampf mit den Gewerkschaften aus dem Weg gehen konnte. Negativ ist aus der Perspektive des Unternehmens, dass der nun beschlossene Sparkurs eine viel mildere Variante der ursprünglich geplanten Maßnahmen geworden ist. Die Einsparmaßnahmen entsprechen laut VW-Chef Blume der Schließung von 2-3 großen Werken, jedoch ohne Werke zu schließen. Das verlangsamt potenziell die Restrukturierung des Auto-Giganten. Für Anleger dämpft dies die unmittelbare Kurs-Fantasie für die Aktie zwar ein wenig, lässt jedoch andererseits genügend Potenzial für den Turnaround-Kandidaten übrig, da so Kapazitäten bei Bedarf auch schneller wieder hochgefahren werden könnten. Ultralangfristig könnte es im Idealfall also sogar ein Vorteil für VW werden, dass man alle Werke behält. Der Aktienkurs des Wolfsburger Konzerns befindet sich, wenig überraschend, seit dem Zwischenhoch im März 2021 auf Talfahrt. Waren damals die Notierungen mit 252 Euro nur 10 Euro unter dem Allzeithoch gelegen, so rutschten die Papiere der VW Vorzugsaktien im November 2024 gar unter die 80-Euro-Marke. Zuletzt erholten sich die Papiere der Volkswagen Vorzüge bereits um mehr als 10% und konnten auch eine gewisse „Relative Stärke“ gegenüber dem breiten Markt aufbauen.
Doppelboden an massiver Unterstützung
Der Abwärtstrend ist noch intakt und verläuft gegenwärtig bei 99 Euro. Verglichen mit den drei vorherigen Abverkäufen aus den Jahren 2011, 2015 und 2020, die jeweils ebenfalls bis in die Region um 79-86 Euro reichten, ist das Momentum bei der aktuellen Baisse-Bewegung deutlich geringer. Mit dem zunächst erfolgreichen Test des Tiefs aus dem März 2020 (Corona-Crash) 79,38 Euro und der Umkehrkerze auf Monatsbasis (Dezember), hat die Aktie jetzt eine ernstzunehmende Chance auf einen sogenannten Doppelboden (zweifache Umkehr auf nahezu identischem Niveau) an der massiven Horizontal-Unterstützung, die sich von besagten 79,38 Euro bis 86,40 Euro erstreckt. Letztgenannte Marke repräsentiert das Tief aus dem Jahr 2011.
Die gesamte Zone von 79,38 bis 86,40 Euro bildet damit einen massiven, dreifach erfolgreich angelaufenen Support. Im Falle eines positiven Szenarios könnte sich der Kurs der Volkswagen Vorzüge mittelfristig gar bis an den harten Widerstandsbereich bei 128 bis 131 Euro zu erstrecken. Eine Absicherung für etwaige Long-Spekulationen macht aus technischer Perspektive bei etwa 77 € Sinn. Damit ergibt sich für einen möglichen Turnaround-Trade ein Chance-/Risiko-Verhältnis von 3,5:1.

Attraktive Bewertung und Wahlen schaffen Fantasie
Nicht nur technisch ist die Aktie von VW Vorzüge auf dem aktuellen Niveau attraktiv. Auch die Bewertung rückt das Schlachtschiff der deutschen Automobilindustrie verstärkt in den Fokus von antizyklisch agierenden Anlegern. Mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 3,45 und einer Dividende von 9,06 Euro (8,10%) zieht das Wertpapier Anleger potenziell an. Noch niedriger bewertet war die VW-Aktie nur 2008 und 2011. Hinzu kommt, dass das Unternehmen aus unserer Sicht zu groß ist, als dass man es fallen lassen würde.
Während die Ampelregierung in der Wirtschaft für eine wenig industriefreundliche Politik steht, kann ein wahrscheinlicher Regierungswechsel die Hoffnung aufkeimen lassen, dass die Politik wieder unternehmensfreundlicher wird. Laut ihrem Grundsatzprogramm plant die in den Umfragen derzeit führende CDU unter anderem die Unternehmenssteuern auf 25% zu begrenzen, sowie die Stromsteuer und Netzentgelte zu senken. Derartige Maßnahmen können Unternehmen wie VW helfen, wieder auf die Beine zu kommen, wenn gleich dies bestenfalls erste Schritte sein sollten.
Nimmt man alle derzeit bekannten Faktoren zusammen, so ist Volkswagen ein klassischer Turnaround-Kandidat, der für spekulative Anleger attraktiv sein kann.
Long-Chance für Risikofreudige
Wir stellen Ihnen für diese Trading-Chance einen Unlimited Turbo Long Optionsschein des Emittenten BNP Paribas vor. Basis und Knockout liegen beide bei 72,3086 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von 89,03 Euro im Basiswert ergibt sich ein Hebel von 5,17. Die WKN des Produktes lautet PL030K. In der Aktie der Volkswagen Vorzüge würden wir einen Stop-Loss bei 77,00 Euro setzen. Das entspricht im Produkt einem Stop-Loss von etwa 0,50 Euro.
Wichtige Chartmarken:
Widerstände: 98 Euro, 101 Euro, und 128/131 Euro
Unterstützungen: 79,38 Euro, 80,00 Euro, 86,40 Euro
Unlimited Turbo Long Optionsschein auf Volkswagen Vz.
Basiswert | Volkswagen Vz. |
WKN | PL030K |
ISIN | DE000PL030K5 |
Basispreis | 72,3086 Euro |
K.O.-Schwelle | 72,3086 Euro |
Laufzeit | unlimited |
Typ | Turbo Optionsschein Long |
Emittent | BNP Paribas |
Hebel | 5,17 |
Stop-Loss Hebelprodukt | 0,50 Euro |
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
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Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
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