3 Wasserstoffaktien, die man jetzt auf der Watchlist haben sollte

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3 Wasserstoffaktien, die man jetzt auf der Watchlist haben sollte
Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb Wasserstoffaktien

Wasserstoffaktien gewinnen aktuell wieder an Fahrt. Nicht nur, weil Nikola mit seinem Börsengang, dank astronomischer Bewertung, für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Auch, weil nun vermehrt ganze Länder auf den Geschmack von Wasserstoff gekommen zu sein scheinen. Darunter neuerdings auch unsere Bundesregierung, die 9 Mrd. Euro in die Förderung von klimafreundlichem Wasserstoff investieren möchte.

Generell scheint der Markt rund um erneuerbare Energien immer zukunftsträchtiger zu werden, zumindest, wenn es nach den Plänen und Wünschen unserer Politiker geht. Nichtsdestotrotz könnten Wasserstoffaktien in der Tat aus vielerlei Aspekten heraus eine goldene Zukunft vor sich haben. Denn Wasserstoff könnte nicht nur für Fahrzeuge in den Einsatz kommen (Schiffe, Busse, Lkws etc.), sondern vor allem auch in der Industrie. Grob gesagt soll grüner Wasserstoff den Einsatz herkömmlicher, fossiler Brennstoffe ersetzen.

Drei Wasserstoffaktien, die bereits polarisiert haben und recht gut aufgestellt sind, möchte ich nachfolgend vorstellen. Dabei handelt es sich um die kanadische Ballard Power Systems (WKN: A0RENB), die norwegische NEL (WKN: A0B733) und um das amerikanische Unternehmen Plug Power (WKN: A1JA81). Alle drei Aktien aus dem Wasserstoffbereich haben in den letzten Wochen ziemlich gut performt und könnten das Potenzial besitzen, auch weiterhin für Erfolge zu sorgen.

1. Wasserstoffaktie: Ballard Power Systems

Ballard Power Systems ist zu einem wahren Hot-Stock geworden. Die Rendite, die frühe Investoren bereits jetzt eingefahren haben, kann sich sehen lassen. Nach einem Jahr hat sich die Aktie, über den Daumen gepeilt, fast vervierfacht. Eine erfolgversprechende Rallye, die das kanadische Unternehmen hier auf das Börsenparkett gezaubert hat. Und das könnte erst der Anfang sein.

Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 3 Mrd. Euro wird das unprofitable Unternehmen allerdings auch ziemlich hoch bewertet. Selbst gemessen am KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis), das bei etwa 30 liegt (Stand: 26.06.2020), scheint der Brennstoffzellenhersteller alles andere als preiswert. Der Markt erwartet offenbar, dass Ballard in der Zukunft einer der führenden Akteure im Brennstoffzellenbereich sein dürfte.

Dafür spricht beispielsweise auch, dass die Technologie von Ballard der von Konkurrenten bereits jetzt voraus sein könnte. Außerdem stehen die Dinge gut, dass die Brennstoffzelle in vielen Bereichen der zukünftigen Wasserstoffwirtschaft omnipräsent sein wird. Denn mittels der Brennstoffzelle soll aus Wasser- und Sauerstoff Energie entstehen, die beispielsweise einen Elektromotor in einem Lkw antreiben könnte. Das könnte nur ein Anwendungsbeispiel von vielen sein.

2. Wasserstoffaktie: NEL

Die norwegische NEL stellt Elektrolyseure und Wasserstofftankstellen her. Zusammen mit Partner Nikola, von denen NEL auch einen 30 Mio. US-Dollar-Auftrag erhalten hat, soll eine weltweite Wasserstoffinfrastruktur entstehen. Die ersten Alkali-Elektrolyseure für Nikola sollen in dem neuen Werk von NEL hergestellt werden, das sich noch im Bau befindet. Auch sonst ist das Auftragsbuch von NEL ziemlich voll, was Hoffnung auf eine gute Zukunft schürt.

Allerdings ist auch NEL noch nicht profitabel und im Moment, meiner Meinung nach, recht teuer bewertet. Zumindest auf Basis fundamentaler Bewertungsmaßstäbe. Auch hier scheint der Markt sehr optimistisch zu sein, was die Zukunft der Norweger angeht. Sollte allerdings die Nachfrage nach flächendeckender Wasserstoffinfrastruktur weiterhin steigen, könnte NEL massiv davon profitieren. Wenn man mehrere Jahrzehnte in die Zukunft blickt, könnte die NEL-Aktie daher momentan recht günstig bewertet sein.

3. Wasserstoffaktie: Plug Power

Die Aktie von Plug Power verfolge ich bereits seit geraumer Zeit. Seit meinem ersten Artikel zu dem Unternehmen aus New York hat auch hier beinahe eine Kursverdoppelung stattgefunden. Auch Plug Power befasst sich mit Brennstoffzellensystemen, die herkömmliche Batterien in elektrischen Geräten und Fahrzeugen ersetzen. Plug Power ist bis dato vor allem im industriellen Bereich tätig. Dabei spielen vor allem die Gabelstapler eine Rolle, die bereits bei Kunden wie DHL oder Walmart in Verwendung sind.

Durch eine Kapitalerhöhung wurde die Eigenkapitalquote zuletzt etwas aufgebessert, allerdings liegt diese (im Vergleich zu Ballard und Nel) noch im niedrigen zweistelligen Bereich. Allerdings wachsen die Umsätze kräftig und die Vision wird nach wie vor verfolgt, dass man bereits im Jahr 2024 1 Mrd. US-Dollar an Umsatz generieren möchte. Es bleibt daher auch bei Plug Power spannend.

Welche Aktie soll auf die Watchlist?

Als langfristig denkender und unternehmensorientierter Anleger sollte man, wenn man überlegt, im Wasserstoffbereich zu investieren, mindestens fünf Jahre Anlagehorizont vorsehen. Das ist zumindest meine Meinung dazu, da ich erwarte, dass die Kurse bei den Wasserstoffaktien ziemlich volatil bleiben werden, bis sich abzeichnet, dass sich ernsthafte Gewinne erwirtschaften lassen.

Noch besteht die Wasserstoffwelt mehr aus Wunschdenken und viel Zukunftsmusik. Daher sollte man sich des erhöhten Risikos definitiv bewusst sein, bevor man in die Wasserstoffbranche investiert. Doch wie immer an der Börse birgt ein erhöhtes Risiko auch die Chance auf mehr Rendite. Zumindest auf die Watchlist könnte man diese drei aussichtsreichen Kandidaten allerdings packen und die möglichen Erfolgsgeschichten passiv mitverfolgen.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von NEL. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020

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