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Kreditportal Smava sammelt 65 Millionen Dollar bei Investoren ein

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Das Kreditportal Smava, das im vergangenen Jahr mit einem Negativzins-Kredit Schlagzeilen machte, hat sich selbst frisches Geld besorgt. Der Finanzinvestor Vitruvian, der Risikokapitalgeber Runa Capital und andere haben zusammen 65 Millionen US-Dollar (gut 54 Mio Euro) in das Berliner Unternehmen gesteckt, wie Smava am Dienstag mitteilte. Es ist die bislang größte einzelne Finanzierungsrunde für das 2007 gegründete Fintech-Unternehmen. Die zurückliegenden Runden hatten zusammen 60 Millionen Euro in die Kasse gespült.

Mit dem frischen Geld sollen die Technik und der Kundenservice des Kreditportals verbessert werden, wie Firmenchef und Mitgründer Alexander Artopé der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX sagte. "Wir sehen noch sehr viel Potenzial im Ratenkredit-Markt." Momentan würden erst 10 Prozent der dieser Kredite online abgeschlossen. "Wir gehen davon aus, dass dieser Anteil in drei bis fünf Jahren auf 40 oder sogar 50 Prozent steigen wird."

Bei Smava können Kunden online die Kredite von 25 Banken vergleichen und direkt abschließen. Im Sommer hatte das Portal mit einem Kredit mit negativen Zinsen für Aufmerksamkeit gesorgt: Wer die angebotenen 1000 Euro aufnahm, muss letztlich nur 994 Euro zurückzahlen. Insgesamt hat Smava seit Gründung Ratenkredite über rund 3 Milliarden Euro vermittelt.

Ein Vorstoß in verwandte Bereiche wie der Baufinanzierung kommt für Artopé nicht in Betracht. "Das ist nicht geplant und das ist auch nichts, worüber wir im Moment nachdenken." Dort gebe es schon genug etablierte Spieler. Zudem eigne sich der Ratenkredit, mit dem etwa ein neuer Fernseher oder ein Auto finanziert wird, besser zum Online-Abschluss als die komplexere Baufinanzierung. "Wir bleiben unserem Kerngeschäft treu."

Auch ein Börsengang ist für Artopé momentan kein Thema - trotz Aktienkursen auf Rekordniveau. "Das ist derzeit nicht geplant", sagte der Firmenchef. "Unsere Anteilseigner sind alle sehr zufrieden, zumal wir zeigen, dass unser Geschäftsmodell funktioniert." Es sei auch nicht schwieriger als früher, an Investorengelder abseits der Börse zu kommen. Junge Technologiefirmen hätten sich mittlerweile in der Finanzbranche etabliert. "Kunden haben keine Berührungsängste mehr vor Produkten von Fintechs."/das/tav/jha/

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Expertenprofil
dpa-AFX Geschäftsführer und Gründer immocation.de

Marco Lücke begann nach seinem Diplom in Wirtschaftsinformatik eine Karriere im Vertrieb zweier IT-Konzerne, wurde mit 28 Jahren Vertriebsleiter und entdeckte früh seine Leidenschaft, Dinge zu vereinfachen und sie vielen Menschen zugänglich zu machen.

Ihm wurde zu dieser Zeit klar, dass finanzielle Absicherung und Vermögensaufbau nur erfolgreich sein kann, wenn man sich selbst darum kümmert. Er arbeitete sich intensiv in das Thema Immobilien als Kapitalanlage ein. Parallel zu seinem Job begann er zusammen mit Stefan Loibl, Immobilien als Kapitalanlage zu kaufen und verfasste das Buch "immocation: Die Do-it-yourself-Rente." Eine Gebrauchsanleitung dafür, wie private Anleger sich mit dem Kauf kleiner vermieteter Wohnungen ihre eigene Rente erschaffen können.

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Stefan Loibl begann nach seinem Diplom in Wirtschaftsinformatik eine Karriere als Finanz-Controller und wurde mit 29 Jahren Finanzleiter bei einem Konzern in der Bau-Branche. Er entwickelte eine ausgeprägte Leidenschaft für Zahlen, Geldanlage und finanzielle Präzision.

Genau diese Leidenschaft half ihm, als er gemeinsam mit Marco Lücke begann, Immobilien als Kapitalanlage zu kaufen. Während dieser Zeit entwickelte er für den Ankauf von Immobilien auch ein Kalkulationstool, das mittlerweile eines der meist genutzten Werkzeuge für private Anleger ist.

Anfang 2017 gründeten die beiden immocation.de. Bereits tausende Kunden finden hier wertvolles Wissen und die passenden Werkzeuge, um eine Wohnung als funktionierende Kapitalanlage zu kaufen.

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