RAG-Stiftung umgarnt Thyssenkrupp bei Aufzugs-Deal

Reuters

Düsseldorf (Reuters) - Im Schlussrennen um die Aufzugssparte von Thyssenkrupp rührt die an einer Bietergruppe beteiligte RAG-Stiftung nochmal kräftig die Werbetrommel.

Die Stiftung wolle mit einem "relevanten Minderheitsanteil" in das Aufzugsgeschäft einsteigen, sagte Stiftungschef Bernd Tönjes in einem am Freitag vorab veröffentlichten Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe). Man bevorzuge eine Lösung, bei der Thyssenkrupp einen Teil des Geschäfts behalte. "Wir sähen Thyssenkrupp gern mit im Boot." Dass ein Deal noch scheitern und es doch zu einem Börsengang kommen könne, will Tönjes dem Bericht zufolge nicht annehmen. "Diese Frage stellt sich uns nicht."

Alle Beteiligten müssten jetzt an einer schnellen Lösung interessiert sein, betonte Tönjes der Zeitung zufolge. Die Stiftung könne die Finanzierung des Deals ohne Verkäufe aus der Beteiligung an dem Spezialchemiekonzern Evonik oder anderen Beteiligungen stemmen.

Tönjes hatte Anfang des Monats gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters eine Beteiligung an dem Bieterrennen bestätigt. "Wir dementieren das nicht", hatte der Manager gesagt. Die RAG-Stiftung unterstützt nach Reuters-Informationen ein Konsortium der Finanzinvestoren Advent und Cinven. Dies konkurriert mit einer Bietergruppe um Blackstone, Carlyle und dem Canada Pension Plan Investment Board. Eine Entscheidung strebt Thyssenkrupp Ende des Monats an.

Die RAG-Stiftung ist auf profitable Investitionen angewiesen, weil sie mit ihrem Vermögen für die Folgekosten des ausgelaufenen Steinkohle-Bergbaus in der Bundesrepublik gerade stehen muss. Sie hält dazu unter anderem die Mehrheit an Evonik. Sie investiert aber zunehmend abseits der Chemie, um sich breiter aufzustellen.

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