Revolut: Das europäische Fintech-Unicorn hat seine Verluste im letzten Jahr verdreifacht

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Revolut: Das europäische Fintech-Unicorn hat seine Verluste im letzten Jahr verdreifacht

Revolut, eines der prestigeträchtigsten Fintech-Startups Europas, hat bekannt gegeben, dass sich die Verluste im letzten Jahr trotz eines Anstiegs der Umsätze und Kunden mehr als verdreifacht hätten. Das in London ansässige Unternehmen hat 2019 einen Verlust von über 100 Millionen britischen Pfund eingefahren. Im Jahr davor waren es noch knapp 33 Millionen Pfund gewesen.

Der Umsatz konnte im selben Zeitraum um 180 Prozent von 58 auf 162 Millionen Pfund steigen, was jedoch trotzdem bei weitem nicht für schwarze Zahlen gereicht hat. „Obwohl wir noch einen weiten Weg vor uns haben, sind wir mit unseren Fortschritten im Jahr 2019 zufrieden“, sagte Revolut-Gründer und CEO Nik Storonsky in einer Erklärung am Dienstag, die vom Nachrichtendienst CNBC zitiert wird. Laut Storonsky hat sich die Zahl der aktiven Kunden um 231 Prozent erhöht. Insgesamt hat das Startup nun knapp 13 Millionen Kunden.

Revolut nennt als Grund für die wachsenden Verluste seine Investitionen in die internationale Expansion und neue Produktangebote. Beispielsweise bietet das Unternehmen nun auch provisionsfreien Aktienhandel an, ähnlich wie die Trading-Plattform Robinhood. Desweiteren wurden mit den USA, Singapur und Australien weitere Märkte erschlossen. Revolut bietet zudem auch Kauffunktionen für Kryptowährungen an.

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Für Fintech-Startups ist es bereits seit Jahren eher die Norm als etwas Besonderes, wenn der Fokus zuerst komplett auf Wachstum ausgerichtet ist und schwarze Zahlen in den ersten Jahren keine Rolle spielen. Die enormen Mengen an Geld, die heutzutage bei Finanzierungen eingesammelt werden, geben den Unternehmen eine Menge Spielraum für eine jahrelange Expansion trotz roter Zahlen. Revolut hat laut eigener Aussage noch eine Menge Spielraum, um die Geschäfte weiterzuführen.

5,5 Milliarden Bewertung – Wann kommt das IPO?

Das Unternehmen gehört mit seiner Bewertung zu den europäischen Fintech-Unicorns und wurde Anfang 2020 nach einer weiteren Finanzierungsrunde von diesmal knapp 600 Millionen Dollar mit insgesamt 5,5 Milliarden Dollar bewertet. Das Coronavirus hat laut Aussage des Unternehmens keine negativen Auswirkungen auf die Wachstumsdynamik. Digitalen Zahlungsdienstleistern wird im Gegenteil in diesem Umfeld sogar ein Vorteil zugesprochen, da kontaktloses und virtuelles Bezahlen in Zeiten strenger Hygienestandards umso wichtiger wird.

Einen Börsengang strebt das Unternehmen nach Aussage von CEO und Gründer Storonsky erst an, wenn die Bewertung zwischen 20 und 40 Milliarden US-Dollar liegt. „Wir sind noch zu klein, um einen Börsengang durchzuführen. Wir müssen im Bereich von 20, 30 oder 40 Milliarden liegen, um überhaupt darüber nachzudenken“, sagte Storonsky Ende letzten Jahres.

onvista-Redaktion

Titelfoto: Ascannio / Shutterstock.com

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