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Wall Street: Überraschend gute Konjunkturdaten stützen die US-Märkte – Starker Einzelhandel und gute Industriestimmung

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Wall Street: Überraschend gute Konjunkturdaten stützen die US-Märkte – Starker Einzelhandel und gute Industriestimmung

Nach dem Ausverkauf am Vortag dürften die US-Börsen am Donnerstag zunächst zum Erholungsversuch ansetzen. Rund ein Stunde vor dem Handelsbeginn am Donnerstag taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial um 0,39 Prozent höher bei 25578 Punkten. Am Vortag hatte der US-Leitindex mehr als drei Prozent eingebüßt. Die Anleger hatten zur Wochenmitte fluchtartig ihre Engagements in Aktien aufgegeben, da Zinsentwicklungen an den Anleihemärkten als Vorboten einer weltweiten Rezession interpretiert worden waren.

Auch am heutigen Handelstag hatte sich zunächst ein schwächerer Auftakt angedeutet, nachdem Drohungen aus Peking unter den Anlegern neue Sorgen über den US-chinesischen Handelsstreit geschürt hatten. Doch die Investoren nutzen nun zuletzt offenbar die günstigeren Einstiegskurse für kurzfristige Nachkäufe.Auch gute Konjunkturdaten aus dem Einzelhandel und der Industrie dürften eine Stütze gegeben haben.

Der US-chinesische Handelsstreit lastet seit Monaten auf der Weltwirtschaft und schürt die Furcht vor einem globalen Konjunkturabschwung. An den Aktienmärkten war die Nervosität der Anleger deshalb zuletzt immens gestiegen, die Kurse zeigen sich aktuell stark schwankungsanfällig.

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China kündigt Gegenmaßnahmen an

Nachdem noch vor wenigen Tagen die von Donald Trump geplante Verschiebung der geplanten Zölle auf Dezember als Entspannungssignal gewertet wurde, zeigt sich, dass diese Hoffnungen verfrüht waren. China bezeichnete die Strafzölle von zehn Prozent auf viele Güter als eine Verletzung von Vereinbarungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und kündigte entsprechende Gegenmaßnahmen an.

US-Konjunkturdaten

Während der Zollstreit das Geschehen an der Börse weiter bestimmt, haben die Anleger an diesem Handelstag zudem eine Vielzahl an US-Konjunktur- und Stimmungsdaten zu verdauen, darunter die Einzelhandelsumsätze.

Arbeitslosenhilfe: In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestiegen. In der vergangenen Woche legte sie um 9000 auf 220000 zu, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 212000 Erstanträgen gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stieg die Zahl dagegen um 1000 auf 213750. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts.

Philly-FED-Index: Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia hat sich im August weniger als erwartet eingetrübt. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) sank von 21,8 Punkten im Vormonat auf 16,8 Zähler, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang auf nur noch 9,5 Punkte erwartet. Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert von unter null Punkten signalisiert einen Rückgang.

Einzelhandel: Der US-Einzelhandel hat seine Umsätze im Juli deutlicher gesteigert als erwartet. Die Erlöse seien gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe erhöhten sich die Umsätze um 1,0 Prozent, was ebenfalls über den Analystenerwartungen lag. Die Ergebnisse für den Vormonat wurden allerdings etwas nach unten korrigiert. Demnach sind sowohl die Gesamtumsätze als auch die Erlöse ohne Autoverkäufe im Juni um 0,3 anstatt um 0,4 Prozent gestiegen. In der sogenannten „Kontrollgruppe“ erhöhten sich die Umsätze um 1,0 Prozent und damit ebenfalls deutlich stärker als erwartet. Die Kontrollgruppe dient dem nationalen Statistikamt zur Schätzung des Konsumbeitrags zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum.

Industriestimmung: Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im August überraschend aufgehellt. Der Empire-State-Index stieg von 4,3 Punkten im Vormonat auf 4,8 Punkte, wie die regionale Notenbank von New York am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 2,0 Punkte erwartet. Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Bundesstaat New York. Der Index wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen. Ein Wert unter null Punkten signalisiert eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen auf Wachstum hin.

Cisco liefert enttäuschende Quartalszahlen

Unter den Einzelwerten brachen Cisco vorbörslich um mehr als acht Prozent ein. Der US-Netzwerk-Spezialist hatte insbesondere mit seinem am Vorabend vorgelegten zurückhaltenden Ausblick auf das erste Geschäftsquartal enttäuscht.

Walmart präsentiert sich stark

Ganz anders der Einzelhändler Walmart, dem die Herzen der Anleger nach einem starken Quartalsbericht und einer angehobenen Jahresprognose bereits vor Börseneröffnung zuflogen: Die Aktie kletterte zuletzt um fast sieben Prozent.

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: Mikhail Leonov / Shutterstock.com

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