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Warum ich einerseits eher auf Procter & Gamble setzen würde, andererseits jedoch auf Henkel!

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Warum ich einerseits eher auf Procter & Gamble setzen würde, andererseits jedoch auf Henkel!

Henkel und Procter & Gamble sind beide in sehr, sehr ähnlichen Geschäftsbereichen aktiv. Beide gehören schließlich zu den lokalen und mit einigen Marken auch zu den internationalen Größen im Bereich der Hygieneartikelhersteller. Ein eher defensiver Geschäftsbereich, der für Beständigkeit und eigentlich auch für ein regelmäßiges, moderates Wachstum steht.

Die beiden Aktien der jeweiligen Konzerne besitzen dabei natürlich so ihre Unterschiede. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Blick darauf, wo Henkel möglicherweise im Gegensatz zu P&G, wie die US-Amerikaner auch in Kurzform genannt werden, das Nachsehen hat und wo der DAX-Konzern hingegen eher vorne mit dabei ist. Denn, kleiner Spoiler vorab, beide Aktien besitzen durchaus ihre Schokoladenseite.

Procter & Gamble: Für Dividendenjäger interessant!

Wie viele Einkommensinvestoren vermutlich wissen, zahlen beide Aktien auch eine Dividende an die Investoren aus. Wer jedoch größtmögliche Beständigkeit und ein moderates Wachstum anstreben möchte, könnte eher bei den US-Amerikanern an der richtigen Adresse sein, und auch, was die aktuelle Dividendenrendite anbelangt.

Procter & Gamble zahlt derzeit nämlich eine quartalsweise Dividende in Höhe von 0,7459 US-Dollar an die Investoren aus, oder auf das Gesamtjahr gerechnet eine Ausschüttung in Höhe von 2,9836 US-Dollar. Bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 122,29 US-Dollar entspräche das immerhin einer Dividendenrendite von 2,43 %. Henkel käme aktuell hingegen bei einer 2018er-Ausschüttung von 1,83 Euro je Stammaktie und einem derzeitigen Kursniveau von 87,40 Euro auf eine Dividendenrendite von 2,09 %, was moderat niedriger ist.

Zudem verfügt Procter & Gamble über die bedeutendere historische Dividende. Der US-Konsumgüterriese zahlt nämlich bereits seit dem Jahre 1890 stets eine Dividende an die Investoren aus, die außerdem bereits seit 63 Jahren jedes Jahr zumindest einmal angehoben worden ist. Seit fast 40 Jahren ist Procter & Gamble somit bereits ein Dividendenaristokrat. Henkel kann hier nicht mithalten. Wenngleich auch hier die eigene Dividende seit vielen Jahren konstant blieb und ansprechend gewachsen ist.

Henkel: Vorteil aktuelle Bewertung

Dividendentechnisch hätte Henkel möglicherweise ein wenig das Nachsehen, wobei das natürlich ein sehr spezieller Blickwinkel ist. Sobald wir diesen bewertungstechnisch nämlich erweitern, können wir auch ein anderes Fazit ziehen. Nämlich eines, wonach der DAX-Konzern durchaus preiswerter bewertet zu sein scheint als sein US-amerikanischer Wettbewerber.

Henkel kam im vergangenen Geschäftsjahr 2018 auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 5,32 Euro, wodurch sich das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis hier auf 16,4 beläuft. Procter & Gamble hingegen brachte es im Geschäftsjahr 2018 auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,75 US-Dollar, wodurch das Kurs-Gewinn-Verhältnis hier bei 32,6 liegen würde. Definitiv eine gewaltige Bewertungsdiskrepanz, die deutlich vorteilhafter für den DAX-Konzern aussieht.

Auch gemessen an den Umsätzen spiegelt sich ein solches Bewertungsmaß wider. So wird Henkel bei einem Umsatz je Aktie in Höhe von 45,82 Euro Pi mal Daumen mit dem 2-Fachen der Jahresumsätze bewertet, Procter & Gamble bei Umsätzen je Aktie von 26,65 US-Dollar mit deutlich mehr als dem 4-Fachen.

Trotz der weniger historischen Dividende wird die Henkel-Aktie derzeit deutlich niedriger fundamental bepreist als die von Procter & Gamble. Definitiv auch ein Blickwinkel, über den man als langfristig orientierter Investor nachdenken sollte.

Nicht nur die Dividende ist relevant

Wie die Beispiele Procter & Gamble und Henkel somit sehr eindrucksvoll unterstreichen dürften, sind bei Dividendenaktien nicht bloß Ausschüttung und Historie interessant. Unter diesem Blickwinkel wären die US-Amerikaner möglicherweise die erste Wahl, auch aufgrund der wirklich beeindruckenden historischen Vorzüge.

Sobald wir den Blickwinkel jedoch erweitern, schaut der DAX-Konzern hingegen bedeutend preiswerter aus. Auch Dividendenjäger sollten daher stets das große Gesamtbild betrachten. Denn hier kann es, trotz möglicherweise sogar ähnlicher Ausschüttungsrenditen, noch immer gewaltige Diskrepanzen geben.

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Vincent besitzt Aktien von Henkel. The Motley Fool hat eine Short-Position auf Procter & Gamble.

Motley Fool Deutschland 2019

Foto: The Motley Fool.

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