Stoltenberg - Nato-Staaten müssen Hilfe für Ukraine verstärken

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Brüssel (Reuters) - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg fordert von den Mitgliedstaaten der transatlantischen Allianz mehr militärische Unterstützung für die Ukraine.

Dies gelte insbesondere für Flugabwehr und Munition, sagte Stoltenberg vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister am Donnerstag in Brüssel. Er erwarte, dass dazu im Lauf des Tages etwas angekündigt werde. Erwartet in Brüssel wird auch der ukrainische Ressortchef Rustem Umjerow.

"Was uns alle eint, ist die Absicht, dass die Ukraine bestmöglich in ihrem Verteidigungskampf unterstützt werden muss", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bei seiner Ankunft in Brüssel. "Unsere Unterstützung ist wichtig, weil Russland versucht, die Ukraine zu zerstören." Pistorius verwies darauf, dass Deutschland den ukrainischen Streitkräften jetzt bereits das dritte Patriot-Flugabwehrsystem zur Verfügung stelle. Er sei zuversichtlich, dass andere Nato-Staaten ebenfalls solche Systeme liefern würden. Zudem werde Deutschland der Ukraine "mehrere tausend Kampfdrohnen" bereitstellen, kündigte der Minister an.

In Brüssel kommt zunächst die sogenannte Ukraine Kontaktgruppe zusammen, eher bekannt als Ramstein-Format. Dabei handelt es sich um eine Staatengruppe von mehr als 50 Mitgliedern, die unter Führung der USA die Unterstützung für die Ukraine koordiniert. Am Nachmittag ist auch ein Treffen des Nato-Ukraine-Rats geplant. Die 32 Nato-Staaten bereiten ein weiteres militärisches Hilfspaket für die Ukraine vor, das auf dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Washington im Juli beschlossen werden soll. Ungarn hatte seinen Widerstand dagegen am Mittwoch aufgegeben.

Stoltenberg betonte, die Nato-Staaten müssten auch entschiedener vorgehen gegen russische Bemühungen der Destabilisierung im Gebiet der Allianz. Dies betreffe Sabotage-Akte genauso wie Cyber-Attacken. Man habe mehrere Versuche dieser Art registriert und müsse darauf reagieren, sagte Stoltenberg. Es gehe dabei auch darum, die Bewegungsfreiheit russischer Geheimdienste einzugrenzen.

(Bericht von Alexander Ratz, Sabine Siebold; Redigiert von Sabine Ehrhardt; Bei Rückfragen wenden Sie sich an berlin.newsroom@tr.com)

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