Konjunktur

Einzelhandel hält an Prognose fest - setzt auf Belebung in zweiter Jahreshälfte

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Prostock-studio/ Shutterstock

Trotz der momentan vielerorts eher trüben Lage im Einzelhandel hält der Branchenverband HDE an seiner Umsatzprognose für 2024 fest.

Die Erlöse dürften nominal um 3,5 Prozent und um steigende Preise bereinigt um 1,0 Prozent zulegen, teilte der Handelsverband Deutschland am Montag in Berlin mit. Die schwache Entwicklung des privaten Konsums in den ersten Monaten des Jahres gebe dem Einzelhandel kaum Spielräume für mehr Wachstum. In den ersten vier Monaten lagen die nominalen Umsätze demnach mit 2,3 Prozent im Plus, aber unter der HDE-Prognose für das Gesamtjahr. Der Verband rechnet jedoch im Jahresverlauf mit einer deutlichen Belebung des Konsums.

Eine HDE-Umfrage unter 800 Firmen zeigt derweil das schwierige Umfeld. Denn knapp die Hälfte der Branche geht für 2024 von Umsätzen unter dem Vorjahresniveau aus. In der zweiten Hälfte setzen nur 22 Prozent der Handelsunternehmen auf steigende Erlöse, 42 Prozent auf eine Stagnation und 36 Prozent auf einen Umsatzrückgang.

Angesichts der oft herausfordernden Lage werden nach HDE-Schätzung in diesem Jahr 5000 Geschäfte schließen. "Wir dürfen uns nicht an diese Negativ-Entwicklung gewöhnen, denn in der Folge veröden ganze Stadtzentren", sagte HDE-Präsident Alexander von Preen. "Um eine wirkliche Revitalisierung der Innenstädte zu erreichen, braucht es mehr Investitionen in neue Geschäfte und die Modernisierung bestehender Ladenlokale." Mit einem besonderen Programm für Abschreibungen in Investitionen der Innenstädte könnte es hier einen wichtigen Impuls für die Zukunft der Stadtzentren geben."

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