Urlaubsgeld für knappe Hälfte der Tarifbeschäftigten - Im Schnitt 1644 Euro

Reuters · Uhr
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Berlin (Reuters) - Fast die Hälfte aller Tarifbeschäftigten in Deutschland erhalten 2024 Urlaubsgeld.

Rund 46,8 Prozent können mit dem Zuschlag rechnen und bekommen durchschnittlich 1644 Euro brutto für die Urlaubskasse, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das sind 2,6 Prozent oder 42 Euro mehr als im Vorjahr. Im Vergleich dazu erhöhten sich die Preise für Pauschalreisen von Mai 2023 bis Mai 2024 um 5,6 Prozent. Mit durchschnittlich 1692 Euro erhalten Tarifbeschäftigte in Westdeutschland rund 41,5 Prozent oder 496 Euro mehr Urlaubsgeld als Personen im Osten.

Das höchste Urlaubsgeld erhalten die Arbeitnehmenden 2024 im Bereich Informationsdienstleistungen. Von den hier durchschnittlich gezahlten 3769 Euro profitieren allerdings nur 35,4 Prozent der Tarifbeschäftigten. Ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt liegt das tarifliche Urlaubsgeld unter anderem in den Bereichen Gewinnung von Erdöl und Erdgas mit 3138 Euro und Maschinenbau mit 2982 Euro. In beiden Bereichen wird das Urlaubsgeld an alle Tarifbeschäftigten gezahlt.

Nahe am Durchschnitt liegt das Urlaubsgeld etwa in den Bereichen "Sonstige freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten" (1656 Euro) und bei Möbelherstellern (1636 Euro). Hier erhalten 63,6 Prozent beziehungsweise 83,1 Prozent der Tarifbeschäftigten Urlaubsgeld.

Den niedrigsten Zuschuss für die Urlaubskasse erhalten die Tarifbeschäftigten beim Vermitteln und Überlassen von Arbeitskräften. Hier erhalten nahezu alle Tarifbeschäftigte (98,7 Prozent) ein Urlaubsgeld von durchschnittlich 326 Euro. Bei der Landwirtschaft und Jagd gibt es mit 361 Euro. In der Branche "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung" erhalten die Tarifbeschäftigten hingegen kein Urlaubsgeld.

Der private Konsum gilt als Hoffnungsträger, dass die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2024 stärker wachsen kann. Viele Studien und Umfragen haben gezeigt, dass die Deutschen trotz der lange hohen Inflation und der negativen Folgen davon auf Reisen nicht verzichten wollen.

(Bericht von Klaus Lauer; redigiert von Sabine Ehrhardt - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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