Präsident Vucic will EU-Hilfe für Batteriefabrik in Serbien

Belgrad (Reuters) - Der serbische Präsident Aleksandar Vucic möchte EU-Hilfe für den Bau einer Batteriefabrik in seinem Land.
Bei einem Rohstoff-Gipfel in Belgrad mit Vertretern der EU-Kommission und Bundeskanzler Olaf Scholz am Freitag in Belgrad sagte er, dass es den ersten serbischen Hersteller von Lithium-Batterien gebe. "Als Land werden wir dabei helfen, darin zu investieren, aber wir bitten Sie, uns auch bei der Kathodenfabrik zu helfen", sagte er. Er habe dies viele Male mit EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic besprochen, der ebenfalls in Belgrad ist. Zuvor hatte Mercedes-Chef Ola Källenius im Reuters-TV-Interview betont, dass sein Unternehmen den Aufbau einer Batteriefabrik unterstütze. Auch Vertreter der deutschen und europäischen Förderbanken KfW und EBRD sind vor Ort.
In Belgrad wurden am Vormittag in Anwesenheit von Scholz und Sefcovic zwei Absichtserklärungen unterzeichnet. Eine betrifft ein Rohstoffabkommen zwischen dem EU-Beitrittskandidaten Serbien und der EU. Zudem will Serbien mit Unternehmen wie Mercedes und Stellantis ein Abkommen zum Aufbau einer Wertschöpfungskette vereinbaren. Das künftig in Serbien geförderte Lithium soll laut Präsident Aleksandar Vucic 17 Prozent des europäischen Bedarfs abdecken.
(Bericht von Aleksandar Vasovic, Andreas Rinke, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)