Asiatische Börsen im Aufwind - Schwindende Wachstumsängste beflügeln Märkte
Singapur (Reuters) - Die asiatischen Börsen sind am Freitag auf einen Wochengewinn zugesteuert.
Der japanische Leitindex Nikkei war auf dem Weg zu seiner besten Woche seit über vier Jahren, da die positive Stimmung von der Wall Street in den USA nach Asien überschwappte. Positiv wirkte sich auch aus, dass der US-Dollar und die Renditen der US-Staatsanleihen weitgehend stabil blieben. Die Marktturbulenzen der letzten Woche wurden in dieser Woche von einer ruhigeren Lage abgelöst, nachdem eine Reihe von US-Wirtschaftsdaten die Rezessionsängste in der größten Volkswirtschaft der Welt zerstreuten und den Erwartungen auf aggressive US-Zinssenkungen entgegenwirkten. "Das Risiko einer Rezession in den USA hat sich zwar etwas erhöht, aber es gibt kaum Anzeichen für eine größere Krise", sagte Jonas Goltermann, stellvertretender Chefvolkswirt bei Capital Economics.
Laut CME FedWatch rechnen die Märkte nur noch mit einer 25-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte durch die Federal Reserve Bank (Fed) im nächsten Monat, während es vor einer Woche noch 55 Prozent waren. "Die Gesamtheit der Daten sagt uns, dass die Desinflation anhält und die Fed die Zinsen im September mit ziemlicher Sicherheit um 25 Basispunkte senken wird", sagte David Chao, Invescos globaler Marktstratege für Asien-Pazifik ohne Japan.
Die japanische Börse hat am Freitag fester tendiert. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,9 Prozent auf 37.800,42 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 2,4 Prozent höher bei 2.663,38 Zählern. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 2.879,41 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 3.343,41 Punkten.
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,3 Prozent auf 148,87 Yen und legte leicht auf 7,1731 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8712 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0980 Dollar und zog leicht auf 0,9565 Franken an.
Bei den Rohstoffen gaben die Ölpreise am Freitag leicht nach, obwohl sie auf einen wöchentlichen Anstieg eingestellt waren, da die positiven US-Wirtschaftsdaten die Sorgen der Anleger über eine mögliche Rezession im größten Ölverbraucherland zerstreuten. Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee bei 80,95 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 78,00 Dollar.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am Donnerstagmit einem Plus von 1,4 Prozent bei 40.563,06 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 gewann 1,6 Prozent auf 5.543,22 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 2,3 Prozent auf 17.594,50 Stellen an.
(Bericht von Rae Wee, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)