Waffenstillstand zwischen Israel und Hisbollah rückt offenbar näher

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Jerusalem/Beirut (Reuters) - Die Chancen auf einen baldigen Waffenstillstand zwischen Israel und der radikalislamischen Hisbollah im Libanon sind offenbar deutlich gestiegen.

"Wir habe ihn noch nicht beschlossen, aber wir machen Fortschritte", sagte Israels UN-Botschafter Danny Danon am Montag. "Wir bewegen uns in die Richtung eines Abkommens, aber es gibt noch offene Fragen", sagte auch ein israelischer Regierungssprecher. Die US-Online-Nachrichtenseite Axios zitierte einen US-Regierungsbeamten, wonach Israel und der Libanon sich verständigt hätten. Das israelische Kabinett wolle den Waffenstillstand am Dienstag billigen.

Im Zuge des Gaza-Kriegs gegen die Extremisten-Organisation Hamas war auch der Konflikt mit der von Iran und Syrien unterstützen Hisbollah in der Grenzregion zwischen Libanon und Israel eskaliert. Das israelische Militär hatte unter anderem mit Luftangriffen einen Großteil der Hisbollah-Führung getötet und auch Beirut bombardiert. Zudem drangen Truppen in den Süd-Libanon ein. Die Hisbollah und der Iran hatten Israel wiederholt in großem Stil mit Raketen angegriffen.

In die Bemühungen um einen Waffenstillstand haben sich auch die USA eingeschaltet. Formal ist der Verhandlungspartner der libanesische Staat, aber im Süden und Südosten des Landes dominiert vor allem die Hisbollah. Das Abkommen könnte sich an eine ältere UN-Resolution anlehnen, wonach die Hisbollah-Kämpfer sich 30 Kilometer von der Grenze zu Israel zurückziehen müssten und die libanesische Armee dort wieder die Kontrolle übernimmt

Ziel ist es nun, eine Rückkehr von rund einer Million aus dem Libanon geflohener Menschen zu ermöglichen. Auch Israel hat Zehntausende seiner Bürger aus dem Norden des Landes gebracht.

(Bericht von Hannah Confino, Maayan Lubell und Crispian Balmer in Jerusalem; Laila Bassam, Tom Perry und Maya Gebeily in Beirut; Tala Ramadan, Clauda Tanios und Nadine Awadalla in Dubai sowie Steve Holland in Washington. Geschrieben von Markus Wacket. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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