UN fordern 47 Milliarden Dollar für humanitäre Hilfe - "Die Welt brennt"

Reuters · Uhr
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Genf (Reuters) - Angesichts zunehmender Konflikte auf der Welt fordern die Vereinten Nationen (UN) eine milliardenschwere Unterstützung für rund 190 Millionen bedürftige Menschen.

Die UN bezifferten die benötigte Summe für 2025 auf 47 Milliarden Dollar. "Die Welt steht in Flammen, und so löschen wir das Feuer", sagte der neue Leiter des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), Tom Fletcher, am Mittwoch in Genf. Dabei ist der Hilfsappell für das laufende Jahr nicht einmal zur Hälfte finanziert. Die UN kürzten deshalb ihre Forderung für 2024 bereits um zehn Milliarden auf 46 Milliarden Dollar. Experten befürchten, dass westliche Staaten, einschließlich des Hauptgeberlandes USA, ihre Beiträge reduzieren könnten.

Die Lage sei ernst, betonte der Nothilfekoordinator. Er sehe ein noch nie dagewesenes Leid. Die UN wolle im kommenden Jahr Menschen in 32 Ländern erreichen, darunter in den kriegsgeplagten Gebieten im Sudan, dem Gazastreifen, in Syrien und der Ukraine. Dabei lasse seine Organisation bei ihrem Aufruf etwa 115 Millionen Menschen außer Acht, deren Bedürfnisse nicht finanziert werden könnten.

"Wir müssen uns absolut darauf konzentrieren, diejenigen zu erreichen, die am dringendsten Hilfe benötigen", erklärte der ehemalige britische Diplomat, der im vergangenen Monat sein Amt angetreten hatte. Das UN-Büro musste seine Hilfe bereits einschränken und hat die Lebensmittelhilfe in Syrien etwa um 80 Prozent gekürzt. Auch die Wasserversorgung im von Cholera bedrohten Jemen fuhr OCHA zurück.

(Bericht von Emma Farge, geschrieben von Philipp Krach, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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