Swiss Re: Wirbelstürme und Gewitter treiben Schadenlast für Versicherer hoch

Reuters · Uhr
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Zürich (Reuters) - Hurrikane, eine Häufung von schweren Gewittern und verheerende Überschwemmungen in Europa machen 2024 nach Einschätzung von Swiss Re erneut zu einem sehr teuren Schadenjahr für die Versicherungsbranche.

Insgesamt verursachten katastrophale Naturereignisse im zu Ende gehenden Jahr weltweit bislang wirtschaftliche Schäden von 310 Milliarden Dollar, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Schweizer Rückversicherungskonzerns hervorgeht. Die Versicherungsbranche muss für mehr als 135 Milliarden Dollar davon geradestehen. Dieser Betrag ist Swiss Re zufolge um sechs Prozent höher als 2023 und liegt fast 30 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnittswert.

"Die versicherten Naturkatastrophenschäden übersteigen das fünfte Jahr in Folge 100 Milliarden Dollar", erklärte Balz Grollimund, Head of Catastrophe Perils bei Swiss Re. Vor allem die Wertkonzentration in städtischen Gebieten, aber auch der zunehmende Einfluss des Klimawandels würden die Schadenlast hochtreiben. "Deshalb müssen Investitionen in Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung zur Priorität werden."

In Europa verursachten Swiss Re zufolge schwere Überschwemmungen vor allem in Tschechien, Polen, Österreich und Spanien versicherte Schäden von rund zehn Milliarden Dollar. Das ist das zweitteuerste Hochwasser-Schadenjahr für die Branche in der Region. In den USA dürften alleine die zwei schweren Wirbelstürme "Helene" und "Milton" zu versicherten Schäden von knapp 50 Milliarden Dollar geführt haben. Zudem gab es in den Vereinigten Staaten eine hohe Frequenz schwerer Gewitterstürme.

Einer von Branchenführer Münchener Rück kürzlich veröffentlichten Schätzung zufolge lagen die auf Naturkatastrophen zurückzuführenden versicherten Schäden Ende November weltweit bereits über 100 Milliarden Dollar.

Berücksichtigt man auch die von Menschen verursachten Desaster, schätzt Swiss Re die versicherten Schäden in diesem Jahr auf 144 Milliarden Dollar und die wirtschaftlichen Schäden auf 320 Milliarden Dollar.

(Bericht von Paul Arnold, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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