Continental-Vorstand gibt grünes Licht für Trennung von Autosparte

Wolfsburg (Reuters) - Der Continental-Vorstand hat grünes Licht für die Abspaltung des Autogeschäfts gegeben.
Das Unternehmen teilte am Montag mit, das Geschäft solle vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung bis Ende 2025 abgetrennt und separat an der Börse notiert werden. Die Vorbereitungen sollten bis Ende September 2025 abgeschlossen sein. Der Aufsichtsrat kommt im März zusammen, die Hauptversammlung ist am 25. April.
Zugleich solle die Eigenständigkeit der Reifensparte und des Bereichs ContiTech gestärkt werden. Conti-Chef Nikolai Setzer sagte, bis Ende 2025 solle eine schlanke, fokussierte Holding-Struktur entstehen. "Die unternehmerische Verantwortung wird künftig verstärkt dort liegen, wo sie den größten Nutzen bringt – in den Unternehmensbereichen nah an den Märkten und Kunden."
Der Konzern aus Hannover hatte im August angekündigt, eine Abspaltung der Sparte zu prüfen, die für die Hälfte des Umsatzes und der Belegschaft steht. Conti kämpft im Autozuliefer-Geschäft, dessen Portfolio von Bremsen über Sensoren und Assistenzsysteme bis Displays reicht, seit langem mit schwachen Margen. Im Konzern bleibt das lukrative Reifengeschäft, die Kunststoff- und Kautschuk-Sparte ContiTech soll noch stärker auf Kunden aus der Industrie ausgerichtet werden.
(Bericht von Christina Amann, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter Berlin.Newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder Frankfurt.Newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)