FDP-Chef Lindner - Elon Musk will Deutschland schwächen

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Stuttgart (Reuters) - FDP-Chef Christian Lindner hat die Wahlempfehlung des US-Milliardärs Elon Musk für die in Teilen rechtsextremistische AfD kritisiert.

Er sei zwar beeindruckt von der unternehmerischen Gestaltungskraft Musks, sagte Lindner beim traditionellen Dreikönigstreffen der Liberalen am Montag in Stuttgart. Dies sei aber "nicht zwingend automatisch verbunden mit politischem Urteilsvermögen". Dem Berater des neuen designierten US-Präsidenten Donald Trump gehe es nicht darum, Deutschland zu stärken. "Es geht darum, Deutschland zu schwächen."

Dies gelte im übrigen auch für Russlands Präsidenten Wladimir Putin, sagte Lindner. Es gehe jetzt darum, dass jeder Einzelne in Deutschland die eigene Urteilskraft stärke. "Wer schweigt, wenn Unsinn verbreitet wird, der stimmt in Wahrheit zu." Es herrsche in Deutschland ein Klima der Verunsicherung. Und: "Verunsicherte Gesellschaften sind beeinflussbar." Deshalb hätten die Einlassungen von Musk derart hohe Wellen geschlagen. Gleichwohl werde sich Deutschland darauf einstellen müssen, dass die versuchten Einflussnahmen in den kommenden Wochen zunehmen würden, sagte Lindner mit Bezug zur Bundestagswahl am 23. Februar.

Musk hatte über seine Online-Plattform X zur Wahl der AfD aufgerufen. Die Partei sei die einzige Kraft, die Deutschland noch retten könne, schrieb Musk und hatte damit Kritik zahlreicher Spitzenpolitiker provoziert. Gleicher Tenor hatte ein Gastbeitrag Musks in der "Welt am Sonntag". Lindner hatte zuvor mehrfach gesagt, Deutschland müsse mehr Musk wagen, gebraucht werde ein disruptives Element, um vor allem die Wirtschaft wieder zu stimulieren.

(Bericht von Alexander Ratz; Redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an berlin.newsroom@tr.com)

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