Konjunktur

Einzelhandel steigert 2024 Umsatz um 2,5 Prozent

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Prostock-studio/ Shutterstock

Die deutschen Einzelhändler haben ihren Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert.

Er sei im Vergleich zu 2023 um 2,5 Prozent geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Bereinigt um Preiserhöhungen (real) fiel der Umsatzzuwachs mit 1,1 Prozent zwar nicht ganz so deutlich aus. Allerdings ist dies das erste Plus nach zuvor zwei Minus-Jahren in Folge. Im Vergleich zu 2021, als der Einzelhandel die bisher höchsten Einnahmen seit Beginn dieser Statistik 1994 erzielte, lag der reale Jahresumsatz um 2,9 Prozent niedriger.

Im Weihnachtsgeschäft im Dezember wuchs der reale Umsatz um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Verglichen mit dem Vormonat fällt die Bilanz mager aus: Hier gab es einen Rückgang von 1,6 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten mit plus 0,2 Prozent gerechnet.

Die Kauflaune der deutschen Verbraucher hat sich zu Jahresbeginn angesichts vieler Probleme wie Konjunkturflaute, Jobsorgen und Inflation eingetrübt. Das Barometer für das Konsumklima im Februar sank auf minus 22,4 Punkte von revidiert minus 21,4 Zählern im Vormonat, wie die GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) jüngst mitteilten.

Die leisen Hoffnungen auf eine vorsichtige Erholung, die nach dem Anstieg im Vormonat aufkamen, sind laut NIM-Forscher Rolf Bürkl wieder verflogen: "Das Konsumklima erleidet wieder einen Rückschlag und startet damit trüb ins neue Jahr." Eine nachhaltige Erholung sei derzeit nicht in Sicht, zumal auch die Inflationsrate zuletzt wieder etwas zugelegt habe. Steigende Preise für viele Lebensmittel und Dienstleistungen hatten die Teuerungsrate im Dezember auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr getrieben: Die Lebenshaltungskosten lagen 2,6 Prozent höher als vor einem Jahr.

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